Reichenbach u.R / Heide Oßwald

Die Bewohner mehrerer Gehöfte im Außenbezirk des Donzdorfer Teilorts Reichenbach wunderten sich zunächst nicht, als am Rosenmontag gegen 11.15 Uhr der Strom wegblieb. In den Medien war vor Sturmschäden gewarnt worden und die Betroffenen nahmen an, dass dies Ursache des Stromausfalls war. Der Stördienst des Stauferwerkes wurde verständigt. Ein Störeinsatztrupp rückte auch schnell an und lokalisierte den Schaden an der betreffenden Strom-Umspannstation.

Der Waschbär starb an dem Stromschlag

Die Techniker nahmen den Schaden in Augenschein und stellten fest, dass auf dem Plateau des Mastes ein größeres lebloses Tier lag. Dieses musste entfernt werden. Da dies laut Aussage der Stördienst-Techniker sicherheitstechnisch nicht einfach war, wurde ein zweiter Trupp herbeordert. Dieser musste weitere Sicherheitsvorkehrungen treffen, um die Kollegen vor Stromschlägen zu schützen und die Bergung des toten Tieres zu ermöglichen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um einen ausgewachsenen Waschbären handelte. Das Tier war auf die Plattform der Umspannstation geklettert. Wie der technische Leiter des Stauferwerks, Hubert Maier, auf Nachfrage mitteilt, hatte das Tier ein Kabel angenagt. Dies war sein Todesurteil. Ein starker Stromschlag beendete sein Leben.

Wohin mit dem toten Waschbär?

Nach Bergung des Waschbären konnte die Stromversorgung wieder hergestellt werden. Die Gehöfte waren etwa eine Stunde ohne Strom. Nun herrschte Ratlosigkeit bezüglich des toten Waschbären. Der Leiter des Störtrupps und einige Anwohner, die das Spektakel verfolgten, einigten sich darauf, den Vorsitzenden der örtlichen Jagdgenossenschaft wegen der ordnungsgemäßen Entsorgung des Tierkadavers zu befragen. Dieser riet dann, das tote Tier in die Tierbeseitigungsanstalt zu bringen. Wie das Stauferwerk weiter mitteilt, seien durch Tiere verursachte Schäden an Stromeinrichtungen nicht ungewöhnlich. Aber ein Waschbär als Übeltäter sei noch nicht vorgekommen.

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