Wangen Wangen steht weiterhin zu geplanten Windrädern

Unter anderem auf dem Gelände des Ex-Bundeswehrdepots bei Wangen sollen Windkraftanlagen entstehen. Auf unserem Foto stehen noch die mittlerweile abgerissenen Hallen
Unter anderem auf dem Gelände des Ex-Bundeswehrdepots bei Wangen sollen Windkraftanlagen entstehen. Auf unserem Foto stehen noch die mittlerweile abgerissenen Hallen © Foto: Michael Tilp
Wangen / MICHAEL SCHORN 25.06.2016
Der Wangener Gemeinderat hat sich jetzt nochmals für den Bau von vier geplanten Windrädern zwischen Wangen und Oberberken ausgesprochen.

Erneut hat der Wangener Gemeinderat dem Bau der vier Windkraftanlagen auf dem Windvorranggebiet „GP-03“ bei einer Enthaltung zugestimmt – allerdings wieder mit zwei Auflagen. Zum einen müssen die zugesagten finanziellen Beteiligungsmöglichkeiten für die Wangener eingehalten werden. Und zum anderen will die Gemeinde bei Veränderungen am geplanten Windpark umgehend informiert werden.

Das erneute Zustimmung des Gemeinderats war jetzt nötig geworden, weil es Änderungswünsche von Trägern öffentlicher Belange gab und  weil zwei der geplanten Windradstandorte etwas verschoben wurden. Sie sollen nun auf den Flächen der inzwischen abgerissenen Hallen des ehemaligen Bundeswehrdepots errichtet werden. Bereits Anfang des Jahres hatte der Wangener Gemeinderat den damaligen Planungen mehrheitlich zugestimmt.

Zum Hintergrund: Auf dem etwa 30 Hektar großen Windvorranggebiet zwischen Wangen und Schorndorf-Oberberken plant ein Investorenkonsortium – bestehend aus der Energieversorgung Filstal (EVF) sowie den Stadtwerken von Schorndorf, Fellbach und Tübingen – vier Windkraftanlagen zu bauen. Ursprünglich waren einmal sechs geplant. Ein Teil der Windräder soll auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehrdepots aufgestellt werden, weitere im angrenzenden Waldgebiet.

Die Wangener Gemeinderäte bewerteten jetzt die Tatsache, dass nun zwei der Anlagen auf den Flächen der ehemaligen Hallen errichtet werden sollen, durchweg positiv. „Dadurch muss weniger gerodet werden“, war der Tenor im Gremium. Im Dorf gehe allerdings das Gerücht herum, dass das Investorenkonsortium zwar den Windpark planen würde, dann aber verkaufen wolle. Dieses Gerücht entkräftete Bürgermeister Daniel Frey aber umgehend, indem er eine schriftliche Zusage des Geschäftsführers der Stadtwerke Fellbach, Gerhard Ammon, verlas. Darin heißt es: „Aus heutiger Sicht ist ein Verkauf überhaupt nicht geplant. Unser Ziel ist es, mit diesem Windpark als regionale Energieversorger Verantwortung für die Energiewende in der Region zu übernehmen. Solange es keine wesentlichen Änderungen der Rahmenbedingungen für den Windpark gibt, soll das auch so bleiben.“

Und wie sieht es jetzt mit dem Zeitplan für den Bau der vier Windkraftanlagen aus? „Das geplante Vorhaben am Windvorranggebiet GP-03 befindet sich momentan in der Genehmigungsphase nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz. Das Genehmigungsverfahren soll im Jahr 2016 abgeschlossen werden“, teilte Timo Schlotz, Projektleiter des geplanten Windparks von den Stadtwerken Fellbach, jetzt auf Anfrage mit. „An den weiteren Schritten nach der Genehmigungsphase hat sich zu unseren ausführlichen Erläuterungen auf den Bürgerinformationsveranstaltungen in Oberberken und in Wangen  nichts geändert“, so Schlotz weiter. Das heißt, dass das Projekt im kommenden Jahr ausgeschrieben und vergeben werden soll und 2017 die vier Windkraftanlagen in Betrieb gehen sollen.

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