Alb-Donau-Kreis Wahlen: Junge Leute motivieren und informieren

Alb-Donau-Kreis / HELGA MÄCKLE 21.03.2014
Eine App, ein Flyer und landesweite Angebote: Damit will der Alb-Donau-Kreis junge Leute, die erstmals wählen dürfen, für die Kommunalwahl motivieren.

"Man darf nicht immer über die schlechte Wahlbeteiligung klagen, sondern muss auch was dagegen tun", sagte Landrat Heinz Seiffert jüngst in der Sitzung des Verwaltungsausschusses des Kreistags. Ein ganz besonderes Augenmerk liege dabei auf Jugendlichen ab 16 Jahren, die in Baden-Württemberg bei den Kommunalwahlen am 25. Mai erstmals wählen dürfen. "Man darf die Jugendlichen da nicht alleine lassen, sondern muss sie aktivieren, zur Wahl zu gehen. Das prägt auch ihr späteres Wahlverhalten", sagte Hermann Eberhardt (CDU).

Wie der Kreis gedenke, Jugendliche für die Wahl zu interessieren, wollte die CDU-Fraktion von der Verwaltung wissen. Laut Stefan Freibauer vom Kommunalamt gibt es zahlreiche landesweite Aktionen. So habe unter anderem die Landeszentrale für politische Bildung eine Kampagne gestartet. Der Kreis selbst werde einen Flyer auflegen, der an den kreiseigenen Schulen verteilt wird. Zudem werde die Erstellung einer eigenen App geprüft.

"Wenn wir die breite Masse der Jugendlichen erreichen wollen, dann müssen wir das über Apps und die sozialen Medien tun. Damit kriegt man die Jungen", sagte Brigitte Schmid (Grüne). Jörg Seibold (Freie Wähler) wies darauf hin, dass man den Jugendlichen deutlich machen müsse, wo im täglichen Leben sie die Kreis- und Kommunalpolitik betreffe. Dazu berichtete Seiffert von einem Besuch in der Valckenburgschule. "Dass wir der Schulträger sind, das wussten die Schüler gerade noch. Mehr aber schon nicht mehr." "Nahverkehr, Führerschein, Autozulassung. . . da spielen wir überall eine Rolle." Den Schülern sei das aber nicht bewusst.

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