Drackenstein Wände und Körbe sichern den Hang

Bis zu drei Lagen Gabionen sichern künftig den Hang an einer kritischen Stelle der Drackensteiner Steige.
Bis zu drei Lagen Gabionen sichern künftig den Hang an einer kritischen Stelle der Drackensteiner Steige. © Foto: Graser-Kühnle
Drackenstein / Sabine Graser-Kühnle 31.08.2018
Die zwei Rutschungen an der Drackensteiner Steige sind jetzt beseitigt worden – mit unterschiedlichen Methoden.

Mitte des Jahres ist an zwei Stellen der Drackensteiner Steige der Hang abgerutscht. Vor allem die untere Stelle, kurz vor einer engen Kurve, war mit einer Sicherheitszone gekennzeichnet und musste von den Fahrzeugen umfahren werden. Bei Gegenverkehr bedeutete das halten und warten.

Zwei Bautrupps haben diese Woche beide Rutschungen aufgefangen und die Hangbereiche neu abgesichert. Auf einer Breite von 50 Meter war die Straßenmeisterei zugange. Die vier Bauarbeiter haben mit Pfählen und Holzdielen eine Brüstung geschaffen und die zuvor abgegrabene Fläche unter anderem mit Schotter sowie einer wasserundurchlässigen und damit frostsicheren Kiesschicht gefüllt. Obendrauf setzten die Arbeiter ein Pflanzvlies. Jetzt kommt noch frische Erde darauf, dann kann die Natur sich den Hang wieder zurückerobern.

Weshalb der Hang an dieser Stelle weggerutscht ist, erklärte Kapo Thomas Schustek: Das Wasser suche sich seinen Weg und gelangt bis zur untersten, undurchlässigen Schicht. Die wird immer mehr aufgeweicht: „Das ist dann wie ein Brei – irgendwann hält das nicht mehr und das Erdreich rutscht von unten weg.“

Während an dieser Stelle die relativ einfache Errichtung einer sogenannten „Krainerwand“ genügte, müssen weiter unten Gabionen – mit grobem Schotter gefüllte Drahtkörbe –  zur Hangsicherung eingebaut werden. Dort war die Steißlinger Firma Nacken mit vier Mann am Werk. Schon die Arbeiter der Straßenmeisterei haben viel Handarbeit leisten müssen, die Gabionen werden lediglich mit dem Bagger befüllt, alles andere müssen die Männer von Hand machen: Die mit Spiraldrähten zu Körben zusammengefügten Drahtgittermatten bilden die großen Körbe, die auf ein betoniertes Fundament gestellt werden und vom Bagger mit Steinen befüllt werden. Eine weitere Gittermatte muss als Deckel mit den Seitenteilen verflochten werden. So wurden auf einer Länge von neun Metern drei Lagen Gabionen aufeinandergesetzt. 150 Tonnen Steine wurden in die Körbe gefüllt. Trotz grobem Schotter geht es um Genauigkeit. So musste Vorarbeiter Lutz Gerstenberg erst mit dem Hammer einige größere Steine der untersten Gabionen zerschlagen, damit die Neigung wieder genau stimmte.

Darüber hinaus soll eine neu angelegte Drainage gewährleisten, dass das Wasser künftig ungestört abfließen kann. Eine Woche lang war die Steige für die Hangsicherung gesperrt. Am Montag geht es weiter. Dann wird der Asphalt des Straßenbelags zwischen Unterdrackenstein und Gosbach ausgebessert. Auch für diesen zweiten Bauabschnitt wird die Steige eine Woche lang gesperrt.

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