Konzerte Vorschau: Sommerfestival auf Schloss Filseck

Uhingen / Marcus Zecha 09.06.2018

Rahmentrommeln, das Saiteninstrument Ud, Tuba, Bassetthorn, Vibraphon und Perkussion: Sie alle sind Instrumente, die im Konzertbetrieb meist ein Schattendasein fristen. Nicht so beim 24. Sommerfestival auf Schloss Filseck: Dort stehen vom 21. bis 29. Juli im lauschigen Innenhof des Schlosses instrumentale Außenseiter im Mittelpunkt.

Den Anfang macht am Samstag, 21. Juli, ein konventionell besetztes Blechbläser-Ensemble. Aber das hat es in sich! Canadian Brass gehört zu den weltweit bekanntesten Ensembles seiner Gattung. Auf Filseck spielt das Quartett aus Toronto Werke von Bach, Mozart, Brahms, Gershwin, Fats Waller, Leonard Bernstein und Duke Ellington – und das Ganze in weißen Turnschuhen.

Exotisch geht es am Sonntag, 22. Juli, weiter. Dann gastiert das Oriental-Jazz-Ensemble FisFüz beim Sommerfestival und entführt Mozarts Musik ins Serail. Was der Wiener Wolfgang Amadeus im Morgenland heute so alles treiben würde, versucht das Trio mit Klarinette, der arabischen Ud, Rahmentrommeln, Perkussion und viel Fantasie musikalisch einzufangen.

Der Montag gehört wieder dem Nachwuchs: Rund 100 Kinder aus Göppinger Kinderchören zeigen am 23. Juli das Familienmusical „Herr Bello und das blaue Wunder“ nach einem Buch von Paul Maar und mit Musik von Konstantin Wecker. Die Premiere der Auftragsarbeit des Sommerfestivals fand vor zehn Jahren wetterbedingt in der Bürenhalle in Wäschenbeuren statt. Nun bringt es Gerald Buß unter der Regie von Beryl Pallasch erneut in zwei Aufführungen auf die Bühne. Vielleicht reicht es ja diesmal für zwei Open-Air-Aufführungen im Schlosshof.

Humorvoll wird es am Dienstag, 24. Juli, zugehen, wenn der vielfach ausgezeichnete Tubist Andreas Martin Hofmeir mit seiner musikalisch-kabarettistischen Lesung „Ohne Aufwand“ beim Festival gastiert. Dabei erzählt Hofmeir aus seinen Memoiren als Tubist und Weltreisender.

Nach einem Abstecher in die Oberhofenkirche mit einem Konzert des Göppinger Kammerchors Capella Nova und Kompositionen von Bach und Eric Whitacre am Mittwoch, 25. Juli, steht der Jazz am Donnerstag, 26. Juli, im Fokus: Zu Gast im Schloss ist dann das für den Preis der deutschen Schallplattenkritik (Jazz) nominierte Jochen Feucht Trio, das in der ungewöhnlichen Besetzung mit Sopransaxopohon und Bassetthorn, Vibraphon und Gitarre zu hören ist.

Ins zweite Festival-Wochenende geht es am Freitag, 27. Juli, mit der schwedischen A-cappella-Formation The Real Group aus Schweden, die seit 30 Jahren durch alle fünf Kontinente tourt und dabei eine abwechslungsreiche Mischung aus Pop, Soul, Country, Jazz und skaninavischer Musik kredenzt.

„Wiener Weltmusik“ ist die Veranstaltung am Samstag, 28. Juli, überschrieben, wenn die drei musikalischen Weltenbummler der Gruppe Cobario nicht nur, wie ihr Landsmann Wolfgang Amadeus Mozart, in den Orient, sondern rund um den Globus führen. Ihre Musik klingt mal nach staubiger Wüste, mal nach saftig-grünen irischen Wiesen, sie erinnert an italienisches Dolce Vita, dann wieder an orientalische Mysterien – und manchmal, ganz nah und doch so fern: an das klassische Wiener Kaffeehaus.

Zum Abschluss des 24. Sommerfestivals wird einer der schnellsten Schlagzeuger, der weltweit bekannte Multipercussionist Martin Grubinger, seine Künste zum Besten geben. Begleitet wird er am Sonntag, 29. Juli, von seinem bewährten Pianisten Per Rundberg und von seinem Vater Martin Grubinger.

Karten im Vorverkauf fürs Sommerfestival

Vorverkauf Karten können von Montag bis Freitag zwischen 9.30 und 11 Uhr sowie mittwochs zwischen 19 und 20.30 Uhr unter Tel. (07161) 503 14-05 auf Schloss Filseck bestellt werden. In der Festivalwoche ist das Kartenbüro montags bis samstags zwischen 9 und 11 Uhr geöffnet. Online können Karten unter www.schloss-filseck.de geordert werden.