Kreis Göppingen Vor der ersten Radtour ein Check

Eberhard Binder und seine Kollegen empfehlen, das Fahrrad vor der ersten Fahrt nach dem Winter gründlich durchzuchecken. Die Fahrradhändler bieten auch entsprechenden Service an.
Eberhard Binder und seine Kollegen empfehlen, das Fahrrad vor der ersten Fahrt nach dem Winter gründlich durchzuchecken. Die Fahrradhändler bieten auch entsprechenden Service an. © Foto: Staufenpress
Kreis Göppingen / ANJA SEEMAYER 31.03.2016
Am Wochenende soll der Frühling kommen - Zeit, um die Radsaison einzuläuten. Jedoch bevor sich Radlfreunde auf den Drahtesel schwingen, muss dieser wieder auf Vordermann gebracht werden.

Wochenlang stand das Fahrrad im Keller - das schöne Frühlingswetter, das die Metereologen für das Wochenende versprechen, lockt zur ersten Tour der Saison. Vor der ersten Fahrt ist es besonders ratsam, das Fahrrad auf Mängel und Verkehrstauglichkeit zu untersuchen. "Es ist sehr wichtig, dass man den Luftdruck im Reifen prüft", sagt Eberhard Binder, Eigentümer des Fahrradladen in Zell u.A. Denn mit ausreichend Luft in den Reifen fahre es viel leichter. Außerdem sei es sehr wichtig, darauf zu achten, dass die Kette gut gefettet und nicht verrostet ist. Auch alle Lichter sollten funktionsfähig sein. "Wir empfehlen vor der ersten Fahrt, einen Service durchzuführen. Dort wird das gesamte Fahrrad noch einmal durchgecheckt", sagt Heike Kuhlig von Moehrle-Sport in Heiningen. Ein Service koste zwischen 30 und 55 Euro, je nach Fahrradmodell.

Doch nicht nur für Erwachsene ist eine Kontrolle sehr wichtig. "Für Kinder gelten die selben Sicherheitsbedingungen wie für Erwachsene. Bei Kindern sollte man lieber zweimal schauen, ob das Fahrrad auch wirklich verkehrstauglich ist", erklärt Kuhlig. Ob die Größe überhaupt noch passt, der Lenker und der Sattel die richtige Höhe haben und ob alle Schrauben fest angezogen sind. Doch bis kleine Kinder alleine sicher als Radfahrer am Straßenverkehr teilnehmen können, bedarf es Geduld und viel, viel Übung. "Eltern, ältere Geschwister oder auch Oma und Opa sollten sich daher am Anfang viel Zeit nehmen, um Kindern sicheres Radfahren beizubringen", empfiehlt Karin Artner von der Kaufmännischen Krankenkasse in Göppingen. Ideal hierfür seien ruhige Plätze oder Wohnstraßen abseits des Straßenverkehrs.

Nicht nur das Fahrrad ist wichtig, sondern auch die richtige Kleidung und der richtigen Helm. Eberhard Binder rät zum Zwiebelschalenprinzip. "Wenn man einen Berg hochfährt, wird es sehr schnell warm. Fährt man den Berg jedoch wieder herunter, wird es kalt." So könne man sich für alle Eventualitäten wappnen.