Gedenken Vor 80 Jahren brannten die Synagogen

Kreis Göppingen / SWP 05.11.2018

In diesem Jahr jährt sich zum 80. Mal die Pogromnacht des Jahres 1938. Wie in vielen Orten in Deutschland und Österreich wurde auch in Göppingen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 die Synagoge angezündet und zerstört. Am Freitag, 9. November, um 14 Uhr lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Göppingen (ACK) zum Gedenken an die Nacht der Synagogenbrände 1938 mit einem ökumenischen Friedensgebet in der katholischen Kirche St. Maria, die Ansprache hält Pastor Hans Martin Hoyer von der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK). Anschließend führt der Friedensweg mit Kerzen zum Synagogenplatz; dort beginnt um 14.45 Uhr die städtische Gedenkveranstaltung mit Ansprache von Oberbürgermeister Guido Till. Im Anschluss lesen Schüler der Uhland-Realschule aus Berichten von Zeitzeugen: das Gedenkgebet „El male rachamim“ spricht Rafael Mizrahi, Jüdische Gemeinde Stuttgart und Mitglied der Unterstützergruppe Yad Vashem. Die musikalische Umrahmung übernehmen Thomas Reil (Klarinette) und Siegfried Köster (Akkordeon).

Ebenfalls am Freitag, 9. November, um 20 Uhr wird die jüdische Dichterin Mascha Kaléko unter dem Titel „Zerreiß deine Pläne. Sei klug und halte dich an Wunder“ von Cornelia Schönwald und Vladimir Miller (Klarinette) in der Stadtbibliothek literarisch-musikalisch gewürdigt. Cornelia Schönwald ist aufgewachsen in Göppingen und studierte Schauspiel in Ulm. Karten zum Preis von zehn Euro sind ab sofort in der Stadtbibliothek und an der Abendkasse erhältlich.

Am Donnerstag, 22. November, um 19.30 Uhr hält Helga Wittler-Morgen im evangelischen Gemeindezentrum Ebersbach einen Vortrag „Die Anfechtung lehrt aufs Wort merken“. Darin geht es um Hermann Diems „Kirchenkampf“ im Zusammenspiel mit den Sozietätsfreunden und im Konflikt von Kirche und Staat.

Am Mittwoch, 28. November, 19.30 Uhr, spricht Pfarrer Dr. PD Peter Haigis im Pavillon der  Stadtkirche über „Das Heil kommt von den Juden – Die Bekennende Kirche und ihre Haltung in der Judenfrage“.

Ebenfalls im Pavillon der  Stadtkirche Göppingen fragt am Mittwoch, 5. Dezember, 19.30 Uhr, Professor Dr. Jürgen Kampmann „Angepasst? – Widerständig? – Intakt?“. Inhalt ist die Ausrichtung des Wirkens Theophil Wurms und der württembergischen Landeskirche in der nationalsozialistischen Zeit.

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