Heimatgeschichte Von Festreitern und Winterfreuden in Schlat

So schön war die neue Straße: Musiker laufen Zickzack, rechts der ehemalige „Hirsch“. Dort liegt heute der Dorfplatz von Schlat.   
So schön war die neue Straße: Musiker laufen Zickzack, rechts der ehemalige „Hirsch“. Dort liegt heute der Dorfplatz von Schlat.    © Foto: Privat
Schlat / Jürgen Schäfer 08.12.2018

Gut 30 Jahre alt ist das Bild von Schlat, das Gerhard Nebel vor über 30 Jahren gemalt hat. Das Dorf vor wuchtigen Bergen, ein Sträßchen verbindet es mit der Welt. Da war das Gewerbegebiet Anwänder noch am Anfang. Viele Blicke in die Vergangenheit wirft der Schlater Kalender 2019: Auf die Turnhalle vor dem Umbau 1967, als sie noch klein war und sogar einen Kindergarten beherbergte. Auf die enge Ortsdurchfahrt, in die schmächtige Häuser ragten. Die neue Straße war dann so breit, dass sie die Fanfaren-Band Aichelberg bei einem Kinderfestumzug zum Slalom-Marsch inspirierte. Auch dieses Bild aus den 70ern ist Vergangenheit: Da stand der „Hirsch“ an der Stelle des heutigen Dorfplatzes.

Das Dorf hatte Festreiter. Ein Bild zeigt sie beim Kinderfest 1950 hoch zu Ross in der Turnhallenstraße, an der noch Obstbäume standen. Die Tradition der Obstbaugemeinde reicht weit zurück. Schon 1940 galt sie als führend im Kreis, ein Bild von damals zeigt eine Obstausstellung in der Turnhalle mit beeindruckender  Bühnenkulisse. Der Kalender blickt auch auf Frauen bei der Flachsernte in den 30er Jahren, vor der hügeligen Landschaft beim Weg zum Grünenberg – Natur, soweit das Auge reicht.

Unterm Fuchseck lag viele Jahre das Schlater Skigebiet. Anno 1954 sauste man im Anorak und mit Knickerbocker-Hosen ins Tal, wie ein Bild zeigt. Viel Wissenswertes erfährt man über alte Grenzsteine.

Info Den Schlater Kalender gibt’s bei der Bäckerei Thurner, der Typografie + Medienwerkstatt Hermann und bei der Kreissparkasse.

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