Bad Überkingen Vom Sorgenkind zur Schokoladenseite

Mit dem Spatenstich haben die Verantwortlichen den Bau der Pergola an der Fils eingeläutet.
Mit dem Spatenstich haben die Verantwortlichen den Bau der Pergola an der Fils eingeläutet. © Foto: pjm
Bad Überkingen / Patricia Jeanette Moser 05.09.2018
Am neuen Damm bei der Fils entsteht in Bad Überkingen eine Pergola als Aussichtspunkt.

Mit einem symbolischen Spatenstich geht die Neugestaltung der Filsauen an der Hausener Straße in Bad Überkingen weiter: Eine Pergola soll dort schon bald als attraktiver Aussichtspunkt dienen. Dabei wurde aus der Not  eine Tugend gemacht: Spätestens seit den Überschwemmungen wie im Jahr 2013 genießt der Hochwasserschutz für die Gemeinde oberste Priorität. Das Flussbett ist in der Breite verdoppelt worden und zeigt sich mittlerweile idyllisch und erlebbar.

Bürgermeister Matthias Heim sieht hier mehr Lebensqualität für die Bürger. Landschaftsarchitekt Peter Treuchtlinger aus Oberboihingen sprach beim Spatenstich von einer ökologischen Aufwertung des Gebietes und einer beabsichtigten Erlebbarkeit im Kurort. Die im vergangenen Jahr errichtete Dammmauer wurde an der Außenkurve zur Hausener Straße hin aufgeschüttet und erhält ein Geländer.

Zeit zum Entspannen

Dort wird auch die Pergola errichtet, die barrierefrei zu erreichen ist – für den Bürgermeister eine grüne Oase zum Entspannen. Heim lenkte den Blick auf die Bewohner des Alten- und Pflegeheims am Mühlbach, die ein neues Ausflugsziel in nächster Nähe haben werden. Weitere Spaziergänger, die einen Rundgang durch den Kurort machen möchten, können ihr Ziel mittlerweile bis zur Autalhalle ausdehnen. Ein Rundgang führt die Besucher auch am neuen Sportgelände an der Fils entlang. Dieser Bereich zeigt sich bereits offen und der neue Flusscharakter direkt einsehbar.

Die Seite an der Hausener Straße, also an der Dammmauer,  war bislang das „Sorgenkind“, sagte Bürgermeister Matthias Heim. Von der Straße aus ist die Fils nicht einsehbar. Mit einem Zuschuss in Höhe von 44 000 Euro unterstützt der Verband Region Stuttgart den Bau der Pergola im Rahmen eines Landschaftsparkprojekts. Solche gibt es viele in der Region. Durch entsprechende Maßnahmen werden Flussauen ausgebaut und attraktiv gestaltet – mit hohem Freizeitwert. Thomas S. Bopp, Verbandsvorsitzender des Verbands Region Stuttgart schwärmte von gelungenen Landschaftsparkprojekten, die unter anderem mit der Toskana oder der Lüneburger Heide verglichen werden. Bad Überkingen folge zahlreichen Projekten, die an anderen Orten schon umgesetzt wurden.

Spaziergänger an der Fils

Die Erlebbarkeit der Fils offenbarte sich beim Spatenstich, als einige Jugendliche am Filsufer flanierten und dabei jede Menge Spaß hatten.  Damit demonstrierten sie den Sinn und Zweck eines solchen Landschaftsparkprojekts. Auch Gemeinderätin Petra Herb aus Hausen freute sich über spielende Kinder und Spaziergänger am neuen Fils­ufer:  „So war das Ganze gedacht.“

Die Pergola ist für Landschaftsarchitekt Treuchtlinger  das schönste Plätzchen an der Hausener Straße. Dieser Punkt gibt Einblick auf die gesamte Flussaue in beide Ortsrichtungen. Schon bald werde aus dem „Sorgenkind“ eine „Schokoladenseite“ geworden sein. Matthias Heim blickt mit diesem weiteren Schritt in der Ortsgestaltung auch auf die Bewerbung zur „Kleinen Gartenschau“, an der sich fünf Gemeinden im Oberen Filstal beteiligen wollen.

Die Filstalwelle hat sich beim Spatenstich umgeschaut:

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