Adelberg Vom einstigen Reichtum Adelbergs

Adelberg / SWP 30.04.2014

Am Samstag, 3. Mai, findet um 14 Uhr zum 37. Mal ein "Nachmittag der Adelberger Geschichte" in der dortigen Ulrichskapelle statt - diesmal mit einem Blick hinter die ökonomischen Kulissen. Das Prämonstratenserstift Adelberg war nämlich bis zu seiner Aufhebung nach der Reformation eine der wohlhabendsten geistlichen Einrichtungen Württembergs. Die Chorherren auf dem Schurwald besaßen viele Pfarrechte und Einkünfte auch über das heutige Kreisgebiet hinaus. Von der Größe und Wirtschaftskraft Adelbergs zeugen die verbliebenen Gebäude des Klosterareals und das stattliche Kornhaus in Göppingen, die heutige Stadtbücherei. Das Stift war nicht nur eine geistliche Gemeinschaft, sondern auch ein großer Wirtschaftsbetrieb.

Dr. Stefanie Albus-Kötz, Stadtarchivarin von Herrenberg, rekonstruiert zunächst den Adelberger Frühbesitz bei der Gründung in der Regierungszeit Friedrich Barbarossas (1178) und zeichnet davon ausgehend die Besitzentwicklung bis zur Aufhebung des Stifts nach. Sie geht auch auf die Organisation und die räumliche Ausdehnung des Adelberger Herrschaftsbereichs ein.

Im Anschluss an den Vortrag wird ihre Dissertation, die sich mit der Besitz- und Wirtschaftsgeschichte des "Prämonstratenserstifts Adelberg im Mittelalter" beschäftigt, erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Eintritt ist frei.