Tag der offenen Tür Viele kommen beim Tag der offenen Türe nicht nur zum „Kucken“

Die Vorführung der Rettungshunde-Staffel war gestern nur einer der vielen Programmpunkte, die es beim Tag der offenen Tür in Mühlhausen zu bestaunen gab.  F
Die Vorführung der Rettungshunde-Staffel war gestern nur einer der vielen Programmpunkte, die es beim Tag der offenen Tür in Mühlhausen zu bestaunen gab.  F © Foto: ph
Mühlhausen / Bernward Kehle 09.10.2017
In Mühlhausen organisieren 40 Vereine und Institutionen einen erlebnisreichen Sonntag. Begehrt waren die Besichtigungen der Bahn-Baustelle.

Viel Mühe hatten sich die Vereine, Institutionen und die Mühlhausener Verwaltung mit ihrem „Tag der offenen Tür“ gemacht – und sie wurden gestern mit einem regen Besuch belohnt. Nach dem Gottesdienst, den der neue Pfarrer der Seelsorgeeinheit Obere Fils, Ralf Baumgartner, hielt und der in seiner Predigt „Leben und Lebendigkeit“ ansprach, eröffnete Bürgermeister Bernd Schaefer mit dem Fassanstich offiziell den Festtag. Er übernahm vom Pfarrer die Worte Leben und Lebendigkeit und brachte so zum Ausdruck, dass in der Gemeinde ein äußerst intensives Vereinsleben bestehe, das es möglich gemacht habe, diesen Tag zu organisieren.

Ein Höhepunkt war die Täleskätter, mit der die Besucher kostenlos acht Haltestellen anfahren konnten, an denen zahlreiche Aktionen geboten wurden. So waren auf dem Rathausplatz die Vorführungen des Bundesverbandes Rettungshunde-Staffel Mittlerer Neckar sehr interessant. Marie-Theres Fetzer erklärte, dass die Staffel über 28 Flächenhunde und 15 Trümmerhunde verfüge. Einige von ihnen – Finley, Carraigh,  Barney und Buddy – liefen über Leitern, durch Tunnel oder über Wippen.

Danny Schulze und Said Güvenc  von der Jugendfeuerwehr produzierten aus alten Schläuchen Schlüsselanhänger, die sie für einen Euro verkauften, während ihre „großen“ Kollegen mit Kommandant Steffen Fahrion  im Feuerwehrmagazin für Speis und Trank sorgten. Außerdem demonstrierten sie vor der Halle, wie ein Fettbrand gelöscht wird. Im Foyer des Rathauses hatte der Verein Bahnprojekt Stuttgart-Ulm einen Info-Stand aufgebaut, an dem Tanja Sehner und Christian Oster die Fragen der Besucher beantworteten. Begehrt an ihrem Stand waren Regenschirme, auf denen das Bohrschild der Tunnelbohrmaschine aufgedruckt war. Mitarbeiter der Deutschen Bahn und Mitarbeiter der Baufirmen informierten vor Ort auf der Großbaustelle, zu der regelmäßig Shuttle-Busse fuhren, über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen.

Während im Bürgersaal die Seniorengemeinschaft Segofils mit Norbert Necker eine Powerpoint Präsentation vorführte, bot die VHS mit Josef Buck in der Turnhalle Gewinnspiele an, bei denen Freikarten für kulturelle Veranstaltungen gewonnen werden konnten. Zudem bot die VHS für Kinder spielerische Französischkurse an. Sabine Böhm und Vanessa Rella wiederum vertraten die Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf und brachten Albtrauf-Säckle und regionale Produkte an Mann und Frau. Eine Delegation  der Partnergemeinde Geierswalde mit Ortsvorsteher Roland Sängerlaub präsentierte die Facetten der Gemeindepartnerschaft und warb für das touristische Seengebiet rund um Geierswalde. Die Schalmeiengruppe, Mühlenhexen, das Kinderstüble mit Tagesmütterverein, die Weidegemeinschaft Goißatäle, der Heimatverein und Brühlkuckuck waren neben weiteren Vereinen mit von der Partie und boten einen tollen Überblick über die Kuckucksgemeinde.

Fleißig spielte die Musikgruppe auf der Bühne vor dem Rathaus und auch die Band „Notes from the past“ sorgte für Unterhaltung. Neben den Vereinen wurden am Tag der offenen Tür auch Betriebsbesichtigungen angeboten. Die Idee zum gestrigen Fest entstand bei der 1150-Jahrfeier der Gemeinde im Jahr 2011. Schon damals  wurde ein Tag der offenen Tür angeboten, der allen sehr gut gefallen hat. Die Vereine regten eine Wiederholung an. Ein ganzes Jahr wurde geplant und organisiert  – mit Erfolg, wie der gestrige Sonntag zeigte.

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