Deggingen Viele Jahre mit und für die Musik gelebt

Bürgermeister Karl Weber (links) und Reichenbachs Ortsvorsteher Albert Haldenwanger (rechts) applaudieren den neuen Ehrenpreisträgern der Gemeinde Deggingen Rudolf Maderner, Eugen Baier (zweiter von rechts). Foto: Bernward Kehle
Bürgermeister Karl Weber (links) und Reichenbachs Ortsvorsteher Albert Haldenwanger (rechts) applaudieren den neuen Ehrenpreisträgern der Gemeinde Deggingen Rudolf Maderner, Eugen Baier (zweiter von rechts). Foto: Bernward Kehle
Deggingen / BERNWARD KEHLE 18.03.2014
Eugen Baier und Rudolf Maderner haben bei der Bürgerehrung den Degginger Ehrenamtspreis erhalten. Bei der Feierstunde wurden auch sportliche Leistungen, Blutspenden und Einsatz im Ehrenamt honoriert.

Zum mittlerweile fünften Mal hat die Gemeindeverwaltung Deggingen zur "Bürgerehrung" ins Bürgerzentrum eingeladen. Mehr als 100 Degginger waren der Einladung gefolgt.

Bürgermeister Karl Weber freute sich nach dem musikalischen Entree des 13-jährigen Leopold Wenzler am Klavier, dass die Bürgerehrung inzwischen ein fester Bestandteil im Terminkalender der Gemeinde sei. Die Kommune zeichnet bei dieser Gelegenheit Menschen aus, die in Vereinen und Verbänden führend tätig sind und sich um das öffentliche Gemeinwohl in besonderer Weise verdient gemacht haben. Gleichzeitig werden erfolgreiche Sportler, Musiker und Blutspender geehrt.

"Unser Land, unsere Gemeinde und unsere Gemeinschaft lebt davon, wenn sich Menschen freiwillig und ehrenamtlich engagieren", betonte Reichenbachs Ortsvorsteher Albert Haldenwanger in seinem Grußwort. Diese Menschen würden einen unverzichtbaren Beitrag zum Wohle des Gemeinwesens und auch für die Zukunft des Landes und der Gemeinde leisten. Haldenwanger erwähnte, dass über kurz oder lang auch in Deggingen Asylsuchende und Bürgerkriegsflüchtlinge untergebracht werden. "Blocken wir nicht ab, sondern öffnen wir unsere Vereinstüren, damit im Sport, der Musik und anderen Bereichen nicht nur "Integration gesprochen, sondern auch mit gutem Beispiel gelebt wird", appellierte Haldenwanger an alle.

Was im Spitzensport geleistet werde, könne nicht ohne ein starkes Ehrenamt in der Gemeinde gehen, unterstrich die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi. Wie gesund unsere Gesellschaft sei, könne daran gemessen werden, wie stark das Ehrenamt gelebt werde.

Nach der Blutspenderehrung durch Bürgermeister Karl Weber und Ortsvorsteher Albert sowie weiteren Ehrungen für Sportler und Vereinsschaffer (extra Berichte folgen) stand mit der Vergabe des Ehrenamtspreises 2013 der Höhepunkt der Matinee an: Diesmal ging er an Eugen Baier und Rudolf Maderner. Beide haben viele Jahre mit und für die Musik gelebt. In seiner Laudatio lobte der Bürgermeister Weber zunächst das vielfältige, herausragende und jahrzehntelange Engagement von Eugen Baier. 1957 trat Baier dem Liederkranz Concordia bei, wurde bereits 1963 in die Vorstandschaft gewählt und war von 1972 bis 1980 Zweiter Vorsitzender. Zahlreiche Aufgaben habe Eugen Baier bis heute ehrenamtlich übernommen, stellte der Schultes fest.

Rudolf Maderner wurde 1957 Mitglied im Musikverein Deggingen und spielte Klarinette. 30 Jahre lang, von 1967 bis 1997, war Maderner Dirigent und hat in diesen Jahren bis heute unzählige Jugendliche ausgebildet. Dafür hat Maderner schon etliche Auszeichnungen bekommen. Der Bürgermeister erinnerte an die silberne Dirigentennadel des Blasmusikerverbandes 1978, der 1988 die goldene folgte. Ebenfalls 1988 wurde Maderner die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verliehen, 1997 die Bundesfördermedaille des deutschen Blasmusikerverbandes in Silber. Der Musikverein Deggingen hat Rudolf Maderner inzwischen zum "Ehrendirigenten" ernannt.

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