Naturerlebnis Viele Ideen zur Remstal-Gartenschau 2019

Bei der 12-Stunden-Wanderung wurde der neue Remstalwanderweg, der ab Oktober neu beschildert wird, zum ersten Mal von einer Gruppe begangen. Auch zu den Wanderwegen haben Anwohner bereits viele Ideen beigesteuert.
Bei der 12-Stunden-Wanderung wurde der neue Remstalwanderweg, der ab Oktober neu beschildert wird, zum ersten Mal von einer Gruppe begangen. Auch zu den Wanderwegen haben Anwohner bereits viele Ideen beigesteuert. © Foto: Foto: Bebop media
Schwäbisch Gmünd / Julia Trinkle 14.07.2018

Singende Wanderwege wünscht sich eine Gmünderin fürs Remstal. Sie hat eine Tour mit Textbuch im Gepäck auf einem solchen Weg mit Liedtafeln bei Heidenheim gemacht. Und meint, das böte sich zur Remstal-Gartenschau 2019 auch in Orten entlang der Rems an.

Eine gute Idee, findet Lisa Rauh, Leiterin der Gmünder Geschäftsstelle der Remstal-Gartenschau. Sie hat den Vorschlag gleich mit Ayline Liedtke besprochen. Die Veranstaltungsmanagerin der Remstal-Gartenschau 2019 GmbH in Schorndorf will diese und weitere Vorschläge beim nächsten Treffen mit Vertretern aller beteiligten Kommunen vorstellen.

Es gibt viele Ideen, über die es sich zu reden lohnt: „Uns erreichen täglich Vorschläge für Veranstaltungen“, erzählt Lisa Rauh. Manche kommen von Bürgern, die anderswo etwas erlebt haben, das sie sich auch hier vorstellen können. Andere Vorschläge stammen von Vereinen und Veranstaltern, die während der Remstal-Gartenschau etwas auf die Beine stellen wollen.

Während jetzt „die heiße Phase der Veranstaltungen“ zur Remstal-Gartenschau laufe, seien etliche andere Wünsche von Bürgern bereits in die Wege geleitet oder umgesetzt worden. Dass der Eingang zur Remstal-Gartenschau im Gmünder Osten mit Bänken zum Verweilen für Besucher schön hergerichtet wird, sei zum Beispiel ein Einfall aus der Bürgerschaft gewesen, sagt Lisa Rauh. Nächste Woche habe sie einen Termin in einem Betrieb am Ort, dessen Team sich vorstellen kann, die Bänke für den Begrüßungspunkt zu stiften. Dass Blühflächen als Bienenfelder in allen Orten der Remstal-Gartenschau entstehen sollen, sei ein weiterer Tipp von Bürgern gewesen. Alle Kommunen seien jetzt dran, geeignete Flächen zu suchen, um eine entsprechende Saatmischung auszubringen, berichtet Lisa Rauh.

Es kommen viele Ideen. „Viele Gmünder machen sich Gedanken, wie Besucher das Remstal am besten erkunden können“, fasst sie zusammen. So habe eine Frau an sie herangetragen, mit Stempelkärtchen einen Anreiz für Kinder zu schaffen: Wie im Gebirge bei verschiedenen Hütten sollen Kinder im Remstal an bestimmten Punkten Stempel oder Aufkleber erhalten. Wenn das Heft voll ist, bekommen sie ein Geschenk. Auch das sei eine Idee, die sie an das Team der Remstal-Gartenschau in Schorndorf herangetragen habe. Genauso den Vorschlag, in den teilnehmenden Kommunen Verkaufsfenster mit regionalen Produkten wie Apfelsaft oder Wein anzubieten. Die Gartenschaumacher überlegten nun, wie sie dies mit möglichst wenig Personalaufwand umsetzen können.

Alles umsetzbare Vorschläge

„Das Interesse an dem interkommunalen Projekt ist groß“, weiß die Gmünder Gartenschau-Beauftragte. Daneben gebe es Bürger-Ideen für reine Gmünd-Projekte. Die geplante Rutsche am Zeiselberg etwa hatte ein Junge beim Weltkindertag 2016 vorgeschlagen – mit einer Zeichnung, damit sich die Erwachsenen das auch vorstellen können.

Auch zum Thema Werbung kamen unter anderem von Gmünder Einzelhändlern Anregungen: Gerade habe eine Frau bei ihr im Büro die Idee vorgebracht, Fahrradklingeln mit Gartenschau-Logo zu verkaufen.

Den Weg vom Leonhardsfriedhof zum St. Salvator als „Via Sacra in Gamundia“ zu beschildern, sei eine Empfehlung vom Salvator-Freundeskreis und vom Arbeitskreis Alt-Gmünd gewesen. Jetzt habe ein Gmünder noch angeregt, Bänke auf dem Friedhof aufzustellen. Und konkret mit Fotos aufgezeigt, wo welche fehlen, erzählt Lisa Rauh. Sie hat sich damit an August Ströbele, Leiter des städtischen Garten- und Friedhofsamts, gewandt. Es seien neue Bänke für den Friedhof geplant, offen sei nur noch, welche und wie viele, sagt sie.

Auch für andere Orte im Stadtgebiet gebe es konkrete Anregungen, dass Bänke oder auch Mülleimer fehlen. „Das sind alles umsetzbare Dinge“, fasst Lisa Rauh zusammen, skurrile oder unbezahlbare Vorschläge seien bei ihr nicht angekommen.

Es scheint so, als fühlen sich Gmünder nach der Erfahrung der Landesgartenschau im Jahr 2014 bereits wohl in der Gastgeberrolle. Und mit diesem Gefühl wollen sie die Leute in den anderen Gartenschau-Kommunen anstecken, erzählt Rauh. „Das wird super, da müsst ihr mitmachen“, hätten einige Gmünder sie etwa bei interkommunalen Infoveranstaltungen ermuntert, mitmachen als gemeinsame Gastgeber im Remstal.

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