Abfall Altholz ist viel zu gut für die Tonne

Noch steht Bauhofmitarbeiter Hans Wühle vor einem leeren Container für Altholz, da bislang niemand das Angebot in Bad Überkingen nutzen wollte.
Noch steht Bauhofmitarbeiter Hans Wühle vor einem leeren Container für Altholz, da bislang niemand das Angebot in Bad Überkingen nutzen wollte. © Foto: Ilja Siegemund
Ilja Siegemund 11.01.2018
Seit Januar nehmen alle Wertstoffhöfe im Kreis Göppingen kostenlos Altholz an, das dann wiederverwertet wird.

Um ihren Service auszubauen und den Rohstoff Holz wiederzuverwerten, nimmt der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Kreises Göppingen seit Jahresbeginn kostenlos Altholz an allen Wertstoffhöfen an. Bislang waren die Menschen im Filstal angehalten, zum Wertstoffzentrum nach Göppingen zu fahren und dort ihr Holz für zehn Euro je halben Kubikmeter zu entsorgen. „Die Fahrt stellte aber gerade für viele Menschen aus dem Oberen Filstal und aus Geislingen eine gewisse Hürde dar“, sagt AWB-Betriebsleiter Dirk Hausmann. Weil einige Bürger den Aufwand nicht auf sich nehmen wollten, warfen sie das Altholz einfach in die Restmülltonne, weiß er aus Erfahrung und bedauert dies: „Denn Altholz ist zu schade für die Tonne“.

Jetzt brauchen die Menschen nicht mehr nach Göppingen fahren, sondern können spezielle Container nutzen, die seit Anfang des Jahres in allen etwa 30 Wertstoffhöfen des Landkreises bereitstehen. Von dort aus gelangt das Holz zur Restmüllaufbereitung. Aus dem Holz werden entweder Spanplatten hergestellt oder aber es wird verheizt.

In Bad Überkingen beispielsweise blieb der Altholz-Container bisher leer. „Bei uns hat noch niemand das Angebot genutzt“, sagt Bernd Braun, Leiter des Bauhofs in Bad Überkingen. Dirk Hausmann glaubt dennoch, dass das neue Angebot auf großes Interesse stoßen wird. „Im Wertstoffzentrum in Göppingen haben die Menschen ohnehin schon enorm viel Holz abgegeben.“ Im Landkreis Esslingen, wo der dortige Abfallwirtschaftsbetrieb schon seit längerem Altholz an den Wertstoffhöfen annimmt, nutzen zahlreiche Menschen das Angebot, berichtet Hausmann. Damit die neuen Altholz-Container aber nicht schon nach den ersten Anlieferungen proppenvoll sind, dürfen die Bürger nur haushaltsübliche Mengen abgeben.