Ferienspaß Viel Spaß beim Kindertag mit Schäferhunden

Bad Boll / SABINE ACKERMANN 13.08.2018
Bei einem Schnuppertag des Schäferhunde-Vereins lernten Kinder spielerisch Verhaltensregeln und den Umgang mit Hunden.

Was können denn Hunde besonders gut?“, möchte der „Hundelehrer“ von den 19 Jungen und Mädchen wissen. „Bellen“, „riechen“, „laufen“, die Antworten sprudeln nur so aus den jungen Experten heraus. Auch die zweite Frage „Zu was nimmt man den Hund“, ist für die Älteren nicht zu schwer. „Die können Drogen schnüffeln und Verstecke aufspüren oder den Verletzten helfen“, wissen diejenigen, die heute nicht zum ersten Mal hier sind. „Und Katzen jagen“, posaunt ein Junge heraus und erntet dafür böse, aber auch erheiternte Blicke.

Auch Ulrich Köhler muss kurz schmunzeln, erklärt aber anschließend, dass das bei einem gut erzogenen Hund eigentlich nicht der Fall sein sollte. Eng aneinander gereiht sitzen die fünf- bis zwölfjährigen Kinder auf Bierbänken und spitzen die Ohren, was das Vereinsmitglied zu Beginn des Programmpunkts „Spaß mit dem Schäferhund“ alles über diese Tiere zu berichten weiß. Seit 42 Jahren gibt es in Bad Boll das Schülerferienprogramm und genau so lange brauchen sich die Mitglieder des Vereins für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Bad Boll, über mangelndes Interesse nicht zu beklagen. Hunde hören tausendmal besser als wir Menschen, so der Fachmann.

Bevor sich Vier- und Zweibeiner näher beschnuppern, gibt es noch ein paar wichtige Verhaltensregeln. „Nie zu einem fremden Hund gehen, nicht beim Fressen stören und niemals vor einem Hund davon laufen, auch wenn man noch so viel Angst hat“, lernen die Kinder. Überdies würden Hunde bei Verdacht auf Sprengstoff sowie bei Erdbeben oder Lawinen eingesetzt werden. „Kein Gerät funktioniert so sicher wie eine Hundenase“, betont  Köhler.

Nach der Theorie kommen endlich die vierbeinigen Hauptdarsteller namens Cassi, Django, Eddy, Flora, Kara, Nikas oder Xero zum Einsatz. Etwa zwanzig Vereinsmitglieder sind vor Ort, knapp ein Drittel davon haben ihre Lieblinge mitgebracht und zeigen, was für gelehrige Tiere Schäferhunde sind. „Gib ihm doch ein Küssle“, fordert der elfjährige Yannick und schiebt den Kopf seines zwei Jahre jüngeren Kumpels Arnis in Richtung Hundeschnauze. „Ich will den da hinten nicht streicheln, der ist ganz wild“, verkündet der fünfjährige Finn. „Musst du auch nicht“, beruhigt der Hundeführer.

Wie bei den Menschen, sind auch bei den Schäferhunden die Jungen etwas ungestümer als zum Beispiel Eddy, der mit seinen gut zehn Jahren bereits zu den „Senioren“ gehört. Doch Besitzerin Petra Schweizer kann sehr stolz auf ihren „alten Herrn“ sein. Mit Bravour meistert der schwarze Rüde die „Unterordnung beim Fußlaufen“, das Apportieren und hört auf Frauchens Ansagen wie „Aus“ beim Biss in den Schutzarm. Letzteren hat sich Jürgen Armbruster wie die Schutzhose übergestreift, um in Rolle des Verbrechers zu schlüpfen, den es zu stellen gilt. Der Besitzer von „Cassi“ und amtierende Leistungsrichter auf Landesebene lässt außerdem seine vierjährige Hündin Fährten suchen und über die Barrieren auf dem Übungsplatz springen.

Besiegelt wurde der aufregende Tag mit kühlen Getränken und herzhaften Roten vom Grill.

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