Bildung Viel mehr als nur neue Schulräume

Süßen / tut 02.10.2018

Wie kann der Schulstandort Süßen zukunftssicher gemacht werden? Diese Frage beschäftigt Stadträte, Verwaltung und vor allem Schulleitung und Kollegien des Schulverbundes bereits seit geraumer Zeit. Dass am Standort an der Schulstraße eine Mensa sowie Räume für neue Unterrichtsformen benötigt werden, gilt als unumstritten. „Wir waren eigentlich schon fast am Bauen“, stellte der Fraktionsvorsitzende der CDU im Süßener Gemeinderat, Simon Weißenfels, in der jüngsten Sitzung fest. Aber beim Thema Schulentwicklung ist es allein mit einem schnellen Bau nicht getan, hatte der Gemeinderat bereits im vergangenen Herbst festgestellt. Bei den Überlegungen gelte es, viele Aspekte zu berücksichtigen, wie Sanierungs- und Raumbedarf auch zeitliche Abläufe, die Finanzen der Stadt und demografische Veränderungen, heißt es in der Vorlage zur Gemeinderatssitzung. Dabei müsse nicht nur der Standort an der Schulstraße in den Blick genommen werden, sondern es gehe um eine Gesamtbetrachtung. Die Primärstufe der Gemeinschaftsschule und die Hornwiesenschule müsse ebenso betrachtet werden wie eine Kindertagesstättenplanung und die Verzahnung der Betreuung der Kinder und Schüler.  Jetzt soll sich ein Planungsbüro der komplexen Materie annehmen.

Einstimmig hat der Gemeinderat nun die Projektgruppe Bildung und Region „biregio“ beauftragt. „Ich glaube, dass wir damit ein wirklich gutes Büro haben, das gute Vorschläge für der Schulentwicklung machen kann“, erklärte Bürgermeister Marc Kersting. Das Büro soll dabei helfen, die Wettbewerbsbedingungen für die bauliche Planung an der Schulstraße festzulegen, erläuterte Bauamtsleiterin Andrea Just. In diesem Zusammenhang würden unter anderem die künftigen Schüler- und Klassenzahlen noch einmal berechnet. Es sei gut, dass eine neutrale Person sich das Ganze anschaue, meinte Wolfgang Bühler (FDP/AFW) in der Sitzung und lobte das „sehr gut“ ausgearbeitete Angebot des Büros, das die Stadt 19 100 Euro plus Mehrwertsteuer kostet. Bevor die Stadt einen Wettbewerb für die Planung ausschreibt, müsse geklärt werden, ob es Zuschüsse für die Schulerweiterung gibt, sagte Rathauschef Kersting. Ein Antrag müsse bis Oktober 2019 gestellt werden.

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