Gammelshausen Viel Holzeinschlag

Gammelshausen / SWP 31.01.2015

Der Holzeinschlag im Gammelshäuser Gemeindewald wird in diesem Jahr forciert, um den auslaufenden Zehnjahresplan zu erfüllen. Das berichtete der neue und alte Revierförster Martin Gerspacher, der nach 15 Jahren wieder für die Gemeinde zuständig ist, im Gemeinderat. Im Durchschnitt werden pro Jahr 340 Festmeter gemacht, in diesem Jahr aber 580, weil die Holzernte 2014 noch nicht abgeschlossen ist. Nur die Hälfte ließ sich im Herbst wegen der Witterung machen. Der Holzeinschlag erfolgt konzentriert am Hang zwischen dem Gammelshäuser Wasserhochbehälter und der Straße nach Gruibingen am mittleren und vorderen Säuhau. Zur Hälfte ist das Brennholz, gefolgt von Laub-Stammholz (100 Festmeter), Holz für Paletten und Industrieholz. Die Holzpreise seien gut wie selten, berichtet Gerspacher, bei Brennholz seien sie doppelt so hoch wie vor zehn Jahren. Zur Holzversteigerung in Bad Boll kamen vor Weihnachten 70 Interessenten, ein zweiter Termin soll folgen. Vor zwei Jahren brachte der Wald der Gemeinde gut 6000 Euro Gewinn, in diesem Jahr sollen es um die 9000 Euro werden.

"Das Eschentriebsterben wird uns sehr große Probleme machen", klagt der Förster. Im Gammelshäuser Wald stelle diese liebgewordene Baumart zwölf Prozent, davon seien schätzungsweise gut 20 Prozent von dem Pilz befallen. Die Wissenschaft halte maximal zehn Prozent der Bäume für resistent. Kaum zu schaffen sei das Ziel, den Eschenbestand auszuweiten. "Wir können nicht viel machen." Beim Borkenkäfer sei man permanent auf der Hut. Im letzten Jahr sei er von feuchtwarmer Witterung gestoppt worden.

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