Ein roter Teppich, viele Filmkassetten, eine Popcorn-Maschine: So mancher Gast musste sich bei dieser Kulisse wie bei der Premiere eines neuen Blockbuster-Films vorgekommen sein. Und so ganz falsch lag er nicht, stand doch das Konzert vor 500 Besuchern in der Stauferlandhalle im Zeichen der Filmmusik.

Zu Beginn des Konzerts wurde eine Premiere gefeiert: Die erst vor wenigen Monaten gegründete Bläserklasse der Salacher Staufeneckschule präsentierte sich erstmals der Öffentlichkeit. An Querflöte, Klarinette, Saxophon und Trompete meisterte das Ensemble wie selbstverständlich seinen ersten großen Auftritt und erntete dafür langen Applaus.

Der Moderator, Schulrektor  Sven Bayer, der das Publikum außerdem mit Zaubertricks erfreute, durfte nach der Bläserklasse den Eislinger Gospelchor Celebration begrüßen, der mit viel Gefühl und Einsatz Gesangsstücke unterschiedlicher Genres präsentierte: Getragene Stücke wie „Lenas Song“ aus dem Film Wie im Himmel oder Leonard Cohen’s „Hallelujah“ (zu hören in Shrek) wechselten sich mit Ohrwürmern wie „Top of the World“ und „Africa“ von der Band Toto ab.

Es folgte die 30-köpfige Salacher Jugendkapelle, die unter der Leitung von Daniel Vaas imposant mit der Intro-Melodie von 20th Century Fox eröffnete. Es folgten Melodien aus Film (Mission Impossible) und Fernsehen (Game of Thrones, Simpsons). Mit großem Applaus belohnten die Zuhörer insbesondere zwei Medleys mit Melodien aus „Dschungelbuch“ und „König der Löwen“.

Der zweite Teil des Abends wurde komplett vom großen Orchester des Musikvereins gestaltet. Unter der Leitung von Jana Rabl gingen die fast 60 Musiker gleich mit dem ersten Titel von null auf hundert: Die Fanfare „Gonna Fly Now“ aus dem Film „Rocky“ ließ keine Zeit zum Verschnaufen, und insbesondere Solist Valdis Bizuns erreichte auf seiner Trompete ungeahnte Höhen. Danach wurden die Besucher in den Sherwood Forest entführt, wo sie die Abenteuer von „Robin Hood – dem König der Diebe“ miterleben durften. Ruhigere Töne klangen  beim Titel „Out of Africa“ aus dem gleichnamigen Film (deutsch: Jenseits von Afrika) an. Der preisgekrönte Soundtrack von John Barry besticht durch imposante Klangfülle und gefühlvolle Melodien.

Musiker singen und pfeifen

Im mit Bravour gespielten Stück „Batman“ konnten sich insbesondere die Saxophonisten beweisen, bevor Peter Pans Widersacher Captain Hook in der Musik zu Steven Spielbergs Film im Fokus stand. Mit „Always look on the bright Side of Life“ aus „Das Leben des Brian“ hatte das Blasorchester noch einen Song in der Hinterhand, bei dem die Musiker mit Singen und Pfeifen neue  Talente präsentierten. Und mit „Unter dem Sternenbanner“ wurde ein weltbekannter Marsch nachgelegt. Hier legte Dirigentin Jana Rabl ein makelloses Piccoloflöten-Solo hin, das in einem glitzernden Konfettiregen endete.