Unterhaltung Vergnügliches aus dem Märchenland

Doris Batzler als „Zwerg Rudi“ bezieht, sehr zur Freude aller, auch das Publikum mit ins Spiel ein.
Doris Batzler als „Zwerg Rudi“ bezieht, sehr zur Freude aller, auch das Publikum mit ins Spiel ein. © Foto: Sabine Ackermann
Rechbegrhausen / Sabine Ackermann 23.08.2018

Stammbesucher der Kindertheaterwoche Rechberghausen wissen: Steht Doris Batzler auf der Bühne, leisten die Lachmuskeln Schwerstarbeit. Die Geschichte von „Rudi, der Zwerg aus dem Märchenland“ entspringt der Feder der Karlsruher Theaterakteurin, die  Mime und Pantomime studierte und ihre Schauspielausbildung in Berlin und Paris absolviert hat. „Der ist aber lustig“, flüstert ein Mädchen ihrer Freundin zu und meint den tollpatschigen  Rudi mit der Zipfelmütze und dem Rauschebart, einer der sieben Zwerge aus dem Märchenland. Er macht sich auf die Suche nach Schneewittchen und ist froh, dass im Publikum so viele schlaue Kinder sitzen. „Wie heißen Hänsel und Gretel mit Nachnamen?“, will Rudi von der überaus kompetenten „Fachjury“ im Haug-Erkinger-Saal wissen. „Die haben keinen“ oder „gibt es doch gar nicht“ rufen die Jungen und Mädchen.

Mit allen Facetten der Schauspielkunst lebt Doris Batzler die Figur des Zwergs Rudi aus, man merkt ihr den Spaß an. So spiegelt sich ihre Liebe zum Detail nicht nur in der drolligen Mimik wider, auch Requisiten wie der riesengroße Stuhl, die Gartenidylle mit Wäscheleine sowie das selbstgefertigte Zwergen-Outfit sind schön fürs Auge. „Hab’ Spaß mit Euch, bleibt ihr noch ’nen Moment“?, hakt Rudi nach und stellt mit großen Kulleraugen zufrieden fest: „Die Kinder vom Menschenland sind ganz schön toll.“ Immer wieder bezieht die Akteurin das Publikum mit ein, weckt mit Witz und Spielfreude die Fantasie und holt sogar die eine oder andere Mama auf die Bühne. „Jetzt kommt die Stunde der Wahrheit“, witzelt „Zwerg Rudi“, der neben Zauberei Spaß am Wasseraufspüren mit der Wünschelrute hat. Ist schon lustig, wie Mama Svenja kurzerhand zum Brunnen umfunktioniert wird: Den rechten Arm zu einem Winkel nach oben gestreckt, dockt Rudi direkt unter dem Ellenbogen einen Trichter an und stellt eine Tasse darunter. Bis Wasser fließt, muss „Assistentin“ Marietta mit Mamas linken Arm tüchtig pumpen. Gerade die pfiffigen Einlagen, Quizfragen und Zaubertricks verleihen der Geschichte eine besondere Note. Schöner Nebeneffekt: Die Kinder befassen sich mit unterschiedlichen Märchen und bekommen als Belohnung fürs Mitmachen, so wie der „superstarke Kofferträger“ Laurin, eine Möhre geschenkt, mit frischem Grün an einem Ende. Und das Schneewittchen? Na das war am Schluss wohlbehalten ins Zwergenland zurückgekehrt.

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