Bildung Vereint in die Zukunft

Rektor Steffen Lonczig (Mitte) leitet gemeinsam mit den Konrektoren Marion Rein und Frank Hiller den Schulverbund Süßen.
Rektor Steffen Lonczig (Mitte) leitet gemeinsam mit den Konrektoren Marion Rein und Frank Hiller den Schulverbund Süßen. © Foto: Stadt Süßen
Süßen / Iris Ruoss 09.05.2018
Der Schulverbund Süßen wird von einem Rektorentrio geleitet. Der Medienentwicklungsplan beschäftigt das Team derzeit verstärkt.

Nach dem ersten Jahr Schulverbund Süßen sind Gemeinschaftsschule und Realschule sind zusammen gewachsen, zieht Konrektor Frank Hiller eine positive Bilanz. „Wir haben 130 Neuanmeldungen für die fünfte Klasse“, sagt er, 30 neue Schüler mehr als im vergangenen Jahr sind für Hiller der Beweis, dass der Schulverbund auch bei den Eltern positiv angekommen ist und angenommen wird. Den Schülern stünden alle Möglichkeiten offen, sie profitierten von den vielfältigen Angeboten und Kooperationen. Synergien zu nutzen hat für die Schulleiter Priorität.

Zehn Jahre war Steffen Lonczig Rektor der Gemeinschaftsschule, jetzt leitet er den Schulverbund. Frank Hiller war 17 Jahre Lehrer an der Realschule, ist jetzt 1. Konrektor und hauptsächlich für den Bereich Realschule verantwortlich. Die dritte im Rektorenteam ist Marion Rein, die seit 13 Jahren in Süßen unterrichtet und vor allem für die Belange der Grundschule zuständig ist. Rein und Hiller waren auch schon vor der Ernennung zu Konrektoren im Schulleitungsteam.

„Die Organisation des Schulverbundes und der Schulleitung ist schon eine Herausforderung“, sagt Hiller. Dennoch sehen die Schulleiter im Zusammenschluss klare Vorteile. Ein Beispiel sind die Abschlussprüfungen in Klasse zehn der Gemeinschafts- und Realschule, die erstmals parallel laufen. Die Unterrichtszeiten  beider Schularten wurden angeglichen, so ist es für die Lehrer problemlos möglich, sich gegenseitig zu vertreten. Arbeitsgemeinschaften können zusammengelegt werden, Bildungspartnerschaften werden gemeinsam genutzt. „Damit entfällt beispielsweise die Doppelplanung der Berufsorientierung“, erklärt Hiller.

Der Schulverbund soll stetig weiter entwickelt und Ressourcen gemeinsam genutzt werden. Auch die Stadt Süßen, als Schulträger, ist schon in Überlegungen eingestiegen. „Die Verwaltung soll zusammengelegt werden, wir brauchen eine gemeinsame und wegen steigender Schülerzahlen vor allem größere Mensa“, nennt Bürgermeister Marc Kersting Beispiele. Auch die gemeinsame Nutzung der Fachräume, etwa der Küche, ist angedacht. „Möglich und praktisch wäre auch die Zusammenlegung von Klassenstufen in den verschiedenen Schulgebäuden“, sagt Frank Hiller.

Aktuell wird für den Schulverbund sowie die Hornwiesen- und Förderschule ein Medienentwicklungsplan erstellt. Die Medienausstattung soll modernisiert und die Schulräume mit moderner Technik ausgestattet werden. Computer, Dokumentenscanner, Beamer oder interaktive Kameras gehören dazu. Das Ziel ist dieselbe Ausstattung für alle Räume zu haben, um einfaches Arbeiten zu gewährleisten. „In den kommenden drei Monaten wird das Curriculum ausgearbeitet“, erklärt Hiller. Rund 500 000 Euro muss die Stadt in Hardware und Installation investieren. „Die Förderung ist noch nicht ganz klar“, sagt Kersting. Mit den vorbereitenden Arbeiten soll in den Sommerferien begonnen werden. Die Zukunftsplanungen für die rund 1100 Schüler und 95 Lehrer an Grund-, Real- und Gemeinschaftsschule laufen auf Hochtouren.

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