Kreis Göppingen/Ulm Vater soll Tochter vergewaltigt haben

Kreis Göppingen/Ulm / SWP 19.06.2015
Am Landgericht Ulm beginnt am Dienstag ein Prozess gegen einen Familienvater, der seine Tochter wiederholt körperlich misshandelt und sexuell missbraucht haben soll.

Dem heute 41-jährigen Angeklagten, der mit seiner Familie im westlichen Teil des Kreises Göppingen wohnt, wirft die Staatsanwaltschaft eine ganze Reihe von Straftaten vor, die sich über etliche Jahre erstrecken. So soll der Mann seine 1996 geborene Tochter seit dem Jahr 2000 wiederholt körperlich misshandelt und sexuell missbraucht haben. Die Anklage sei auf zwölf Fälle hieraus beschränkt: Der Vater habe etwa 2002 oder 2003 seine Tochter in zwei Fällen sexuell missbraucht beziehungsweise vergewaltigt. Im Sommer vorigen Jahres – da war sie eine Jugendliche mit 17,18 Jahren – habe er sie drei weitere Male vergewaltigt. Zudem habe er sie zwischen 2000 und 2014 in sieben Fällen körperlich misshandelt.

Die 11. Große Strafkammer des Landgerichts wird die Anklage nach jetzigem Stand in vier Verhandlungstagen ausleuchten. Der Prozess soll sich bis zum 8. Juli ziehen. Am ersten Sitzungstag sind fünf, am zweiten sechs und am dritten Sitzungstag zwei Zeugen geladen. Daneben sind stets ein psychiatrischer Sachverständiger und eine Dolmetscherin für Türkisch geladen. Den Vorsitz der Kammer führt Richter am Landgericht Ulm, Wolfgang Tresenreiter.