Lesung Uwe Laub stellt seinen Klima-Thriller „Sturm“ vor

Uwe Laub stellte seinen packenden Klima-Thriller „Sturm“ vor.
Uwe Laub stellte seinen packenden Klima-Thriller „Sturm“ vor. © Foto: Beate Schnabl
Eislingen / Beate Schnabl 09.11.2018

In Uwe Laubs aktuellem Thriller „Sturm“ dreht sich alles um unerklärliche Wetterphänomene, die gar nicht so unrealistisch sind. Jetzt stellte er seinen Roman in der Stadthalle Eislingen vor.

Es ist ein Heimspiel für den in Rumänien geborenen und in Eislingen aufgewachsenen Autor. So sind nicht nur Familie, sondern auch zahlreiche Freunde und Bekannte zur Lesung in die Stadthalle gekommen. Gleich zu Beginn macht der 47-Jährige, der nach Abitur und Banklehre zunächst im Börsengeschäft tätig war und heute den elterlichen Pharmabetrieb führt, klar: „Wer das Wetter beherrscht, hat die Macht.“

Die Idee zu diesem packenden Klima-Thriller, der im Heyne-Verlag erschienen ist und den die ZDF-heute-Redaktion zu einem von zehn lesenswerten Romanen 2018 gewählt hat, ist Uwe Laub durch eine US-Studie der Luftwaffe aus den 90er Jahren gekommen („Wir beherrschen das Wetter in 2025“). Bereits sein Debüt-Roman „Blow Out“ handelte vom Klimawandel. Sein zweites Werk „Sturm“ hat es in die Spiegel-Bestsellerliste geschafft. Eineinhalb Jahre hat er für diesen Roman recherchiert. Genauso lang hat er auch geschrieben. „An die 130 000 Menschen verdienen ihr Geld mit Eingriffen in das Wetter“, weiß der inzwischen in München lebende Uwe Laub. Bei seinen Recherchen hat er das Luft- und Raumfahrtzentrum in Oberpfaffenhofen ebenso besucht wie das National Hurrican Center in Miami. Laub erzählt von Hagelfliegern, die mit Hilfe von Silberjodid Wolken zum Regnen bringen. Auch in Deutschland. China hat ein staatliches Wetteränderungsamt. Dort sollen bis zu 40 000 Menschen arbeiten, so Laub.

Eine chinesische Organisation als Wettermacher spielt in seinem Umweltthriller eine wichtige Rolle. „Die Wetterphänomene in Sturm sind zwar fiktiv, aber keine Spinnerei. Sie basieren auf Fakten“, betont der Autor. Er erzählt ausführlich, wie Menschen in den natürlichen Wetterablauf eingreifen. Nur zweimal liest er aus seinem Buch. Er stellt dabei seine Protagonisten – den Metereologen Daniel Bender und die alleinerziehende Mutter Laura Wagner – vor und gibt Einblicke, was den Leser erwartet. Anschaulich schildert er, wie ein Tornado das Berliner Olympiastadion zerlegt, wie an einem sonnigen Sommertag urplötzlich ein Hagelsturm eine Stadt verwüstet. Und mitten drin: Daniel bzw. Laura.

Beate Schnabl

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