Gruibingen Umzug und Fest beim Kreisfeuerwehrtag in Gruibingen

Gruibingen / ANNEROSE FISCHER-BUCHER 07.07.2014
Mit einem Umzug und Fest an der Sickenbühlhalle feierten etwa 2500 Feuerwehrleute den Kreisfeuerwehrtag in Gruibingen. Die Gruibinger Wehr richtete den Tag zu ihrem 150-jährigen Bestehen aus.

"Unser Team von 150 Helfern funktioniert sensationell", sagte der Gruibinger Kommandant Frank Burr, und sein Stellvertreter Marc Moretti fügte hinzu: "Wir sind ja auch Autobahnstützpunkt mit unseren 52 Aktiven-, acht Jugend- und zwölf Altersfeuerwehrmitgliedern, und da darf man ja auch mal kräftig feiern." Glücklicherweise gehe "in Gruibingen das Bier nie aus" - die Brauerei Hilsenbeck am Ort hat extra fürs Fest ein "Florian-Dunkel" gebraut - , denn knapp 4000 Liter Bier werden an diesem heißen Sommertag getrunken, und es wird in "germanischer" Manier gefeiert.

Die Feuerwehren der einzelnen Orte ziehen nach dem Umzug unter großem Beifall ins Festzelt ein, wo schon ordentlich Stimmung herrscht. Eine glänzende Organisation sorgt dafür, dass man bei der großen Anzahl der Gäste trotzdem schnell sein Bier und seine Rote Wurst oder den Braten mit Kartoffelsalat bekommt. Die "Grafenberger" Musik spielt von Pop bis Rock in ordentlicher Lautstärke und einige Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen tanzen und feiern auf Bänken und Tischen. Der einstündige Festzug hat schließlich durstig gemacht. Durch den Ort Gruibingen zogen die einzelnen Feuerwehren des Kreises mit ihren Aktiven, ihren Musikgruppen und mit Gerätschaften von früher und heute. Diese konnte man dann am Festplatz auch besichtigen. Als letzte Feuerwehr des Umzugs hatten die Mühlhausener einen Pferdewagen mit altem Gerät dabei, während man davor die Ebersbacher Minifeuerwehr, die auch schon spritzen konnte, sich als Schmankerl präsentieren sah.

Der 44-jährige Reiner, der schon als 15-Jähriger zur Freiwilligen Feuerwehr Unterböhringen gegangen ist, hatte sich schon die ganze Woche auf den Kreisfeuerwehrtag gefreut. "Man kann dort Gleichgesinnte treffen, die einfach helfen, ohne zu fragen." Und für Günther aus Wäschenbeuren, der mit seinen 62 Jahren die dortige Altersfeuerwehr leitet, sind die Kreisfeuerwehrtage "immer sehr schön gewesen, obwohl wir vor Jahren in Bad-Überkingen so nass geworden sind, dass wir so lange im Festzelt saßen, bis wir wieder trocken waren."