Kreis Göppingen Umweltfreundliche Mobilität gefördert

Landkreisvertreter Jochen Heinz (rechts), seine Esslinger Kollegin Marion Leuze-Mohr und der Wiesensteiger Schultes Gebhard Tritschler lobten das Projekt.
Landkreisvertreter Jochen Heinz (rechts), seine Esslinger Kollegin Marion Leuze-Mohr und der Wiesensteiger Schultes Gebhard Tritschler lobten das Projekt. © Foto:  
Kreis Göppingen / SABINE ACKERMANN 06.07.2015
Mit den Radwanderbussen löst der Kreis ein Versprechen ein, dass 2014 bei der Zertifizierung als erster "Fahrradfreundlicher Landkreis" gemacht wurde.

"Es ist ein weiter Weg aus dem Filstal hinauf zum Reußenstein. Aber es lohnt sich. Die Landschaft, die Aussicht hier oben, auf 750 Meter ,on top' im Landkreis sind etwas Wunderbares und Besonderes", so Jochen Heinz in seiner Begrüßung. Und der Erste Landesbeamte hatte auch allen Grund zur Freude. Im Gegensatz zum Nachbarkreis Esslingen/Kirchheim mit sieben Rädern, waren Bus und Radanhänger der Linie RW1 Göppingen-Reußenstein voll ausgelastet, die meisten stiegen direkt am ZOB ein. Mit dem neuen Radwanderbus ermögliche man einen wichtigen Beitrag für umweltfreundliche Mobilität und einen klimafreundlichen Landkreis, Jochen Heinz erwähnte aber auch die Stationen dieses langen Weges bis zur heutigen Inbetriebnahme. Das vorrangige Ziel lautete stets Reußenstein, dieses beliebte Ausflugsziel markiere eine Schnittstelle in der Region Stuttgart an den Grenzen der Landkreis Göppingen und Esslingen.

Anschaulich nannte Jochen Heinz attraktive Radrouten, die über das nahe gelegene Bahnhöfle in wenigen Minuten erreichbar seien. Mit gleich zwei Linien aus Göppingen und Kirchheim erschließe sich die Albhochfläche jeweils im Zwei-Stunden-Takt für kleines Geld. So viel Service gebe es natürlich nicht umsonst. Mit dem Start im Juli wende der Landkreis Göppingen für dieses Jahr rund 35.000 Euro und ab 2016 jährlich von Mai bis Oktober rund 53.000 Euro an Zuschüssen für das neue sonntägliche Linienangebot auf. Jochen Heinz: "Wir meinen, dieses Geld ist gut angelegt und wir dem Stellenwert unseres ÖPNV im Freizeitverkehr neue Impulse geben, auf denen es aufzubauen gilt." Zunächst sei das Modellprojekt bis 2017 fest vereinbart und die Evaluation auf der Zeitstrecke werde zeigen, ob und wie es danach weitergehe. Im Rückblick auf die vielen Vorbereitungen bedankte sich Jochen Heinz unter anderem beim Amt für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur sowie allen weiteren Beteiligten und erinnerte noch an den bis Ende Juli laufenden Wettbewerb des schönsten Fahrradmotivs auf dem Wegenetz des Landkreises Göppingen.

"Der Anstoß zu dieser Linie kam aus dem Gemeinderat Weilheim", verriet seine Esslinger Kollegin, die seit dem 1. Juli gewählte Erste Landesbeamtin Marion Leuze-Mohr. Auch sie benannte die jährlichen Betriebskosten, die mit 17.500 Euro zu Buche schlagen. Rund 15.000 Euro wurden dazu in den Anhänger investiert. Weitere Grußworte kamen von Wiesensteigs Bürgermeister Gebhard Tritschler.