Energiesparen Uhinger Schüler sparen Strom

Wie man ohne großen Aufwand Energie in der Schule sparen kann, das haben die Mädchen und Buben von der Grundschule am Lindach herausgefunden. Drei weitere Uhinger Schulen machen mit.
Wie man ohne großen Aufwand Energie in der Schule sparen kann, das haben die Mädchen und Buben von der Grundschule am Lindach herausgefunden. Drei weitere Uhinger Schulen machen mit. © Foto: Max Schniepp
Uhingen / Mx Schniepp 14.07.2018

Beim neuen „Fifty/Fifty“ - Energiesparprojekt lernen Schüler an den Uhinger Schulen eigenverantwortlich in den kommenden Jahren, möglichst viel Strom und Heizungskosten einzusparen. Vier Schulen arbeiten dafür über einen Zeitraum von vier Jahren an Umweltprojekten in ihren Klassenzimmern. Sie tun das nicht nur, weil sie einen finanziellen Nutzen davon haben, sondern vor allem auch der Umwelt wegen. Das machten sie bei der Vorstellung des Projekts im Uhinger Rathaus deutlich.

 Zum Auftakt präsentierten mit der Grundschule am Lindach, der Haldenberg-Realschule, der Hieberschule und der Filseckschule alle vier am Projekt beteiligten Schulen ihre Ideen, wie sie bis zum Jahr 2022 eine Energieersparnis von 15 Prozent in den Schulgebäuden erzielen wollen. Vertreter der Energieagentur des Landkreises und der Uhinger Bürgermeister Matthias Wittlinger waren zur Projektvorstellung ebenfalls eingeladen.

Seinen Namen verdankt das Projekt „Fifty/Fifty“ der Tatsache, dass zum Ende der vier Jahre die Hälfte der gesammelten Einsparungen als Fördermittel zurück an die Schulen gehen. Fünfzig Prozent der Differenz aus dem jetzigen Energieverbrauch, der in einem Gutachten zum Stand 2018 ermittelt wurde, und der erzielten Einsparung sind Anreiz für Schüler und Lehrer, das Thema Umweltschutz groß zu schreiben.

Da das Projekt nicht nur als Geld-Sparmaßnahme gedacht ist, lernten die Schulklassen in Unterrichtseinheiten mit ihren Lehrern, was den bewussten Umgang mit Ressourcen so wichtig macht, und wie jeder mithelfen kann.

„Was können wir Kinder tun?“, fragten sich die Grundschüler der Grundschule am Lindach. Am Präsentationstag war ihre wichtigste Botschaft: „Licht aus! Verlasse ich den Raum, mache ich das Licht aus.“ Weshalb gerade Schulen, die  oft mit großen Fenstern und aus schlecht isolierendem Beton gebaut sind, für schlechte Energiebilanzen bekannt sind, und wie genau mit „endlichen, fossilen Brennstoffen“ geheizt wird, lernten die Klassen interaktiv.

„Wir haben Einblicke in Bereiche bekommen, die uns zuvor fremd waren“, berichtete ein Technikschüler der Haldenberg-Realschule über den Besuch in den Technik- und Heizungsräumen seiner Schule. Im Rahmen des Projektes gehörte eine Besichtigung des Heizungskellers ebenfalls zum Unterricht.

 Intelligentes Lüften durch die Flure, die Erklärung, wie Solarenergie funktioniert, und stichhaltige Beweise für die Klimaerwärmung zeigten im Unterricht, wie und weshalb sich der Versuch lohnt, Energie einzusparen, wo es nur geht: „Meiner Meinung nach könnten wir etwa 400 Quadratmeter Fläche auf dem Schuldach durch Solarbetrieb nutzen“, argumentierte ein Schüler, was in der Haldenberg-Realschule jährlich tausende Euro Energiekosten sparen würde.

Je mehr Fördermittel am Ende des Projektzeitraumes von den Bildungseinrichtungen durch einfache Bemühungen wie Licht ausschalten oder Heizungen runter regeln generiert werden könnten, desto besser ließen sich solche großen Projekte zukünftig finanzieren. Für den Uhinger Bürgermeister Matthias Wittlinger ist, wie auch für die Schulen, Geld zwar ein Anreiz, sagte er, man dürfe aber nie etwas nur des Geldes wegen machen. Bei den „nicht-investiven Bemühungen“, die derzeit und in den kommenden Jahren beim Projekt „Fifty/Fifty“ umgesetzt werden sollen, sehen alle Beteiligten den Sinn im Umweltgedanken: „Wir müssen uns auch  mal gegen den Strom bewegen“, hieß es am Dienstag: „Uns von Stromfressern verabschieden, viele kleine Einsparungen bewirken etwas Großes.“

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