Warme Dankesworte von seinen Nachbarn wer wünscht sich die nicht? In der jüngsten Sitzung des Uhinger Gemeinderates bedankten sich Bürgermeister Matthias Wittlinger und mehrere andere Sprecher ausdrücklich beim Gemeinderat der Stadt Ebersbach, dass er im Genehmigungsverfahren für den Bau von drei Windrädern zwischen Büchenbronn und Baiereck sein Einvernehmen versagte.

Zwar liegt das geplante Windprojekt im Gebiet ES02 (Sümpflesberg) nur 700 Meter von Baiereck entfernt, Uhingen hat aber keinen Einfluss auf die Baugenehmigung. Anders die Stadt Ebersbach, auf deren Markung das im Besitz der baden-württembergischen Forstverwaltung befindliche Grundstück liegt.

„Ich sage ganz herzlichen Dank für diese Entscheidung, denn es ist nicht selbstverständlich, dass eine Kommune Schaden von den Bürgern der Nachbarkommune abwendet“, machte Bürgermeister Matthias Wittlinger deutlich.

Die Stadt Uhingen zählte ein weiteres Mal die Beeinträchtigungen für Natur, Landschaft und Erholung auf, die man durch das Projekt sieht, und erläuterte die Bedenken in Bezug auf Eisabfall, Schattenwurf und die Unklarheit, auf welchem Wege die Stromeinspeisung erfolgen soll.

Eberhard Hottenroth als Ortsvorsteher für das Nassachtal und Diegelsberg, ließ noch einmal den Kampf der Nassachtäler Revue passieren und erinnerte daran: „Die Bevölkerung hat einen fünfstelligen Betrag aufgebracht, um eigene Gutachten zu erstellen und Juristen zu bezahlen. Das ist wahrlich keine gewöhnliche Geschichte.“ Sprecher aller Fraktionen kritisierten den Standort als ungeeignet und beschlossen einstimmig, ihn nicht zu befürworten. zee