Eislingen Überraschendes serviert

Die Eislinger Stadthalle war voll besetzt - und das Kommen hat sich gelohnt: Die Besucher erlebten ein vielseitiges und erfrischendes Jubiläumskonzert der Germania Chöre, die ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert haben. Foto: Iris Ruoss
Die Eislinger Stadthalle war voll besetzt - und das Kommen hat sich gelohnt: Die Besucher erlebten ein vielseitiges und erfrischendes Jubiläumskonzert der Germania Chöre, die ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert haben. Foto: Iris Ruoss
IRIS RUOSS 26.05.2014
Mit einem großen Jubiläumskonzert haben die Eislinger Germania Chöre ihr 150-jähriges Bestehen in der voll besetzten Eislinger Stadthalle gefeiert. Zum Thema "vier Elemente" wurde auch Überraschendes serviert.

150 Jahre und kein bisschen leise, das haben die Eislinger Germania Chöre unter Beweis gestellt. Modern und überraschend haben sie den bunten Musikreigen in gut zwei Stunden aufgetischt, Livemusik inklusive. Schon der Auftakt war vielversprechend. Vier Chöre, ein Lied, und ausgewählt wurde nicht etwa irgendein Klassiker, nein "An Tagen wie diesen", das Original stammt von den "Toten Hosen", neu getextet von Hannelore Bohnacker, der Chorsprecherin des Gemischten Chors, stimmte schon einmal auf das Konzert ein. Erde, Wasser, Luft und Feuer, die vier Elemente standen Pate für die Liedauswahl und die war gekonnt. Die Kinderchöre Staccatos und Kontrapünktchen machten den Auftakt. Modern, schwungvoll und auf gutem Kinderchor-Niveau, so präsentierten sich die jüngsten Sänger. "Im singing in the rain" oder "Tears in heaven", bekannte Kost auf Chorbühnen, aber auch ganz aktuelle Charthits, wie "Something in the water", mit Soli von jungen Sängerinnen, gab es zu hören.

Zugegeben, der Altersdurchschnitt beim Gemischten Chor lag deutlich höher, aber auch die älteren Semester brauchen sich sicher nicht zu verstecken. Starke Männerstimmen hat der Chor immer noch, auch wenn der frühere Vorsitzende der Germania, Peter Heber, mit etwas Sorge auf den langsam in die Jahre kommenden Chor und den mangelnden Nachwuchs schaut.

"Sah ein Knab ein Röslein stehn", da hat vielleicht so mancher mit Blick auf die Liedauswahl erst einmal mit dem Kopf geschüttelt und wurde eines Besseren belehrt. Ganz klassisch fing das Stück an und plötzlich geht es rund auf der Stadthallenbühne, da tönt eine Mischung aus Rock, Pop und Rap durch die Halle. Altes Liedgut neu aufgelegt, bravo kann man nur sagen. Michael Jackson, Elton John, Coldplay, interpretiert von den Marshmallows zum Element Erde, das begeisterte das Publikum, und die Marshmallows machten als Junger Chor ihrem Namen alle Ehre. Chor InTakt, der vierte im Bunde der Germania Chöre ließ die Funken sprühen und entzündete ein wahres Feuerwerk mit "Ring of fire" von Jonny Cash. Zum Abschluss gab es noch einen farbenfrohen und leuchtenden Abschied, zu dem das Publikum Leuchtstäbe schwenkte und die Sänger gebührend feierte.