Fest Überkinger: Zurück zum Quell des Ursprungs

Bobrennen bei den Überkingern: Wer knackt die Bestmarke von Weltmeister Johannes Lochner? :
Bobrennen bei den Überkingern: Wer knackt die Bestmarke von Weltmeister Johannes Lochner? : © Foto: Siegemund
Bad Überkingen / Von Heike Siegemund 10.07.2017
Es gibt ihn wieder, den Überkinger Sprudel: Diese Rückbesinnung feierte das Unternehmen am Samstag bei einem Tag der offenen Tür.

Seit Mitte März firmiert der Bad Überkinger Brunnenbetrieb nicht mehr als Firma IQ 4 YOU, sondern als Überkinger GmbH: Die Rückbesinnung zum Quell des Ursprungs  feierte die Firma am Samstag bei einem Tag der offenen Tür, an dem die Verantwortlichen um Geschäftsführer Pit Stumpp den Menschen aus der Region den Brunnenbetrieb vorstellten. Viele Besucher kamen auf das Betriebsgelände. Es gab Betriebsführungen sowie ein buntes Programm für Jung und Alt.

Miniretten und Majoretten des TSV Bad Überkingen eröffneten den Tag mit einem Tanz. Anschließend begrüßte Pit Stumpp die Gäste. Er lobte die Mitarbeiter, die in der schweren Zeit der vergangenen Monate alles gegeben hätten. „Deshalb stehen wir heute wieder da als Überkinger GmbH“, betonte er. Auch SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens, CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi und Bad Überkingens Bürgermeister Matthias Heim freuten sich, dass es die Marke Überkinger wieder gibt. Die Rückbesinnung bedeute auch: „Zurück zu einem am Markt erfolgreichen Produkt und zu hoffentlich sicheren Arbeitsplätzen“, sagte Baehrens. Dazu könne und solle jeder einen Beitrag leisten, appellierte sie an die Bevölkerung: „Greifen Sie beim Getränkekauf nicht zur billigen Discounterware, sondern entscheiden Sie sich ganz bewusst für regionale Produkte – nicht nur aus Tradition, sondern auch wegen der Qualität“, sagte die Politikerin und erhielt dafür viel Applaus.

„Seit über zehn Jahren hatten wir keinen Tag der offenen Tür mehr bei Überkinger“, erinnerte Bürgermeister Heim. Die Verantwortlichen hätten das Programm mit viel Liebe und Engagement gestaltet. „Das zeigt: Sie stehen zu einer 600-jährigen Tradition und zu diesem Standort.“ Heim und Razavi betonten, dass sie sich in den vergangenen Jahren große Sorgen um die Firma gemacht hätten. „Wir haben gehofft, mit gefiebert und gelitten“, sagte der Bürgermeister. Heute sei er  froh darüber, „dass wir kein Unternehmen mehr haben, das mit Anglizismen um sich wirft“, ergänzte Heim in Anspielung an den vorherigen Firmennamen.

Buntes Treiben herrschte anschließend auf dem Betriebsgelände. Mittendrin waren die Markenbotschafter von Überkinger: die ehemalige Biathletin und mehrfache Goldmedaillen-Gewinnerin Uschi Disl, der aktive Bobfahrer und Weltmeister Johannes Lochner mit seinem Teamkollegen Joshua Bluhm sowie der Pianist Max Greger junior. Die Botschafter gaben fleißig Autogramme; außerdem unterhielt Max Greger mit seiner Band die Gäste, die Besucher konnten beim Laserbiathlon gegen Uschi Disl antreten und auf einer 120 Meter langen Anschub-Bob-Bahn ihr Können versuchen. Wer schiebt den Bob schneller als Johannes Lochner? Der Weltmeister hatte mit 5,35 Sekunden auf einer Messstrecke von 40 Metern vorgelegt. Letztlich ging es aber mehr um den Spaßfaktor und darum, einmal in einem solchen Schlitten zu sitzen. „Der Bob bekommt eine ganz schöne Geschwindigkeit. Ich hatte Angst, dass ich beim Anschieben nicht mehr reinkomme“, erzählte Arnd Polscher schmunzelnd. Der Bad Überkinger saß mit seinem zehnjährigen Sohn Konrad im Bob. „Das hat Spaß gemacht“, freute sich der Junge.

Außerdem konnten die Erwachsenen mit dem Gapelstapler ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen, während die Kleinen mit Kinder-Tretstaplern übers Gelände fuhren. Hüpfburg, Kinderschminken und Armbrustschießen, ein Schaubrennen mit der Destillerie Gansloser rundeten das Programm ab.

Für die „Promis“ war die Veranstaltung keineswegs ein „Standardtermin“, wie Johannes Lochner betonte. Es mache sehr viel Spaß, am Tag der offenen Tür des Hauptsponsors mitzuwirken. „Das gibt es nicht so oft, dass wir fast einen ganzen Tag investieren“, ergänzte Joshua Bluhm. Auch Uschi Disl lobte die „tolle Veranstaltung“. Sie selbst sei mit Überkinger aufgewachsen – ebenso Max Greger, der betonte: „Als ich klein war, gab es in den Lokalen in München nur Überkinger Sprudel.“

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