Deggingen Über 2000 Zuschauer beim 12. Fasnetsumzug in Deggingen

Deggingen / BERNWARD KEHLE 09.02.2015
Halb Deggingen war am Samstagnachmittag auf den Beinen: Über 2000 Menschen säumten die Hauptstraße, um sich den 12. Deggner Fasnetsumzug anzuschauen. 42 Gruppen waren mit dabei.

Knallblauer Himmel und wärmende Sonnenstrahlen: Das Wetter passt für den 12. Deggner Fasnetsumzug, organisiert von den Deggner Leirakiebl. Zu sehen gibt es am Samstagnachmittag einiges, denn 42 Fasnetsgruppen mit schätzungsweise 800 Aktiven nehmen an dem Spektakel teil. Die Zuschauer, unter ihnen viele Kinder, haben sich längst die besten Plätze entlang der Umzugsstrecke ausgesucht, die meisten sind kostümiert.

Punkt 14 Uhr startet der Tross an der Bahnhofstraße und zieht durch die Hauptstraße Richtung Gasthaus Hirsch. Angeführt wird der Fasnetsumzug vom Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr, deren Mitglieder mit ihren roten Mützen, Rauschebärten und grünen Schürzen als Gartenzwerge fleißig trommeln und spielen.

Überhaupt ist musikalisch viel geboten: Während die Fanfarenzüge - neben Deggingen jene aus Geislingen und Trochtelfingen - und Musikkapellen aus Deggingen und Eutingen geordnet durch die Straße ziehen, tröten, trommeln, quietschen und quäken die Guggenmusiker der Rommdreibr und der Stära-Gugga sowie die Göppinger Lumpenkapelle Schlössles wild und närrisch und haben selbst den größten Spaß an ihrem Auftritt.

"Deggna olé, im Kindi isch's schee", so lautet der Schlachtruf der Degginger Kindergartenkinder. Während die Jungen und Mädchen aus der Silcherstraße dunkelblaue Kostüme mit goldgelben Sternen tragen, haben sich die Kinder von Sankt Elisabeth für aufgemalte Smileys, lachende Gesichter, entschieden. Viel Spaß gibt's mit den Degginger Flecka-Hopfern, die das närrische Volk - natürlich - zum Hopsen aufrufen. Allerlei Schabernack haben die Narren vor allem für die jungen Zuschauerinnen parat. So stopfen ihnen die Hohenstadter Pfingstlümmel gleich säckchenweise Konfetti in die Kragen, andere, besonders die Hexen, stellen mit ihren langen Besen Handtaschen und Hüte auf kaum erreichbare Simse oder schleppen ihre Opfer ein paar Meter weit mit sich. Die "Narrensamen" stehen auf einem Oldie-Lkw des Turnvereins und tragen als Kopfbedeckung halbe Fußbälle. Die Mitglieder des Degginger Gemeinderates zeigen auf umgehängten Plakaten die aktuellen Großprojekte der Gemeinde, wie zum Beispiel die Aussegnungshalle.

Über eine Stunde dauert der farbenprächtige, fröhliche Fasnetsumzug, der sich von der einstigen Kinderfasnet längst zur ausgewachsenen Veranstaltung gemausert hat.

Themen in diesem Artikel
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel