Süßen TSV Süßen baut ein eigenes Sportzentrum

Süßen / SWP 18.07.2015
Eine richtungsweisende Bedeutung hatte die Hauptversammlung des TSV Süßen: Die Mitglieder haben den Bau eines Sportzentrums beschlossen.

Vor 78 Mitgliedern erläuterte TSV-Präsident Peter Lutz die Beweggründe, weshalb die vereinseigene Halle an die Stadt Süßen verkauft und der Erlös aus dem Hallenverkauf in ein Sportvereinszentrum investiert werden soll. Ergänzend zum bestehenden Vereinsangebot werden zukünftig neue Angebote insbesondere im Fitness- und Gesundheitssport geschaffen, um den Verein zukunftsfähig auszurichten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Marcus Lachenwitzer vom Württembergischen Landessportbund (WLSB) berichtete über den demografischen Wandel sowie das veränderte Sport- und Werteverständnis von Sporttreibenden und deren Auswirkungen auf den Vereinssport. Zudem stellt er das Konzept des Sportvereinszentrums als Zukunftsmodell für Sportvereine vor.

Anschließend präsentierte Daniel Overhoff vom Architekturbüro Zoll aus Stuttgart Entwurfsplanung und Kostenberechnung des Sportvereinszentrums, das direkt angrenzend an die städtische Sport- und Kulturhalle auf dem Gelände der ehemaligen Kammgarnspinnerei Stahl realisiert werden soll. Das zweigeschossige Gebäude wird eine Fläche von 1800 Quadratmetern umfassen. Hier sollen eine Turn- und Bewegungslandschaft, ein gerätegestützter Trainingsbereich, zwei Gymnastikräume, ein Wellness-Bereich, ein Seminarraum, ein Vereinsraum, Büros für die TSV-Geschäftsstelle sowie ein Theken- und Kommunikationsbereich untergebracht werden.

TSV-Vizepräsident Michael Kröhn bezifferte die Investitionskosten auf 5,15 Millionen Euro. 1,85 Millionen sind über Eigenmittel und Zuschüsse abgedeckt, 3,3 Millionen Euro sollen über Darlehen finanziert werden. Durch die entsprechende Zusagen von Volksbank und Kreissparkasse sei die Finanzierung gesichert. Die Gewinnzone soll bei 700 Mitgliedern im dritten Geschäftsjahr erreicht werden, wobei das Sportzentrum für eine Kapazität von bis zu 1200 Vereinsmitgliedern konzipiert ist.

In der Aussprache standen die geplanten Angebote, die Ausstattung und Einrichtung sowie die kalkulierten Nutzungsbeiträge im Vordergrund. Süßens Bürgermeister Marc Kersting hob die besondere Bedeutung des Projekts für den Verein, aber auch für die Kommune hervor.

In der Abstimmung sprachen sich die Mitglieder einstimmig für den Bau des Sportvereinszentrums aus. Damit kann das TSV-Präsidium die nächsten Schritte in die Wege leiten und die erforderlichen Vereinbarungen und Rechtsgeschäfte abschließen. Läuft alles nach Plan, soll das Sportvereinszentrum im Spätherbst 2017 eröffnet werden.

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