Klassik Trio con piacere spielt Lustmachendes

Kreis Göppingen / Lilli Ell 14.03.2018

Zu ihren jährlichen Konzerten haben das Trio con piacere in diesem Jahr nach Roßwälden, Holzmaden und Schlat eingeladen. Das Programm titelten sie „Alles, was Lust macht ...“, es spielten Bärbel Reich-Staib, Blockflöten und Querflöte, Ulrich Kernen, Querflöte, und Brigitte Schroth, Cembalo. Ulrich Kernen führte kundig und mit Laune durch das Programm, auf dem Werke von Händel, Bach, Telemann und andere standen.

Den Musizierenden gelang es von Anfang an, Barockstimmung in den Kirchenraum zu zaubern. Die langsamen Sätze gelangen ausgesprochen homogen, sehr präzise waren die Läufe in den rascheren Sätzen, mit schönem Wechsel von Staccato und Legato-Passagen. Flotte Tempi mit reicher Dynamik rundeten den ersten Programmpunkt ab.

Das zweite Musikstück war das Konzert a-moll für Flöte und Cembalo von Johann Sebastian Bach. Ursprünglich in f-moll, spielten Ulrich Kernen und Brigitte Schroth am Cembalo das Stück in einer Bearbeitung in a-moll. Flöte und Cembalo legten ein atemberaubendes Tempo vor, der langsame Satz, das Adagio, war sehr liedhaft gestaltet, pointierte Verzierungen dazwischen bereicherten den Schlussteil. Von Carlos Seixas erklang die Toccata g-moll für Cembalo solo. Brigitte Schroth war nicht nur als Begleitung der Flöten zuverlässig und überaus versiert, in diesem Solostück erwies sie sich als engagierte, unbeschwerte Solistin, mit viel Gespür für Tempo und Dynamik und herzerfrischendem Spiel. Dieses Solostück erklang in knackigem Tempo.

Mit einem sehr aparten Concerto für Sopranblockflöte und Cembalo setzte Bärbel Reich-Staib einen besonderen Akzent. Ausdrucksstark und doch mühelos, zeigte sie, was man mit diesem kleinen Instrument alles machen und wie man es in Szene setzen kann.

Das Trio a-moll für Altflöte, Querflöte und Cembalo von Georg Philipp Telemann wurde wieder vom ganzen Ensemble durchweg einfallsreich, spritzig und in der aparten Zusammenstellung von Altflöte und Querflöte gespielt. Das ergab einen besonders feinen Klang, der durch die reiche Dynamik unterstrichen wurde. Die zwei Zwischenspiele des Franzosen Jacques Ibert, 1949 entstanden, witzig, mit ein wenig spanischer Folklore am Ende. Hier konnten sich die Musiker noch einmal sowohl im gekonnten Zusammenspiel als auch im solistischen Ausdruck beweisen „Alles, was Lust macht ...“, so das Motto des Konzertes, und genau das zog sich durch den ganzen Abend zur Freude der Zuhörer, die den sympathischen Akteuren herzlichen, lang anhaltenden und verdienten Beifall spendeten.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel