Wasserversorgung Trinkwasser künftig aus der Ölklingenquelle

Lauterstein / Claudia Burst 28.07.2018

In Zukunft erhalten die Weißensteiner sowie die Nenninger Eigenwasser aus der Öl­klingenquelle bei Weißenstein. Die Nenninger Weinhaldenquelle fällt wegen unzuverlässiger Schüttung und Qualität dann weg. Dazu kommt für Weißenstein Wasser aus dem Zweckverband Wasserversorgung Ostalb (ZWO), in Nenningen wie bisher vom Zweckverband Wasserversorgung Rehgebirge (ZWR). Die endgültige Entscheidung für diese Konzeption für die Modernisierung der Wasserversorgung in Lauterstein fällt Ende September, weil vorher noch ein Zuschussantrag gestellt werden soll.

Eckart Stetter vom Ingenieurbüro Dreher+Stetter in Empfingen sowie Helmut Kolb vom Ingenieurbüro Kolb in Steinheim erläuterten in der Sitzung des Gemeinderats ihre bisherigen Planungen und Berechnungen. Die Kosten für die notwendige bauliche und technische Sanierung des Hochbehälters Teufelsklinge belaufen sich laut Planung auf 675 000 Euro, der Bau der Trasse, um das Wasser des ZWO in den Hochbehälter zu leiten, auf weitere 270 000 Euro.

„Das ist eine notwendige und nachhaltige Investition in die nächsten Jahrzehnte“, betonte Bürgermeister Michael Lenz, der die Lösung für die Kombination nicht nur als wirtschaftlich am sinnvollsten, sondern vor allem aus Gründen der Versorgungssicherheit favorisierte. „Dass es notwendig ist, haben die jüngsten Vorkommnisse gezeigt“, sagte der Rathauschef mit Blick auf die Ereignisse im Juni, als bei einer Regeluntersuchung des Trinkwassers eine leicht erhöhte Bakterienbelastung entdeckt worden war. Wolfgang Pfeffer hakte nach, ob im Zusammenhang mit der Modernisierung auch der Wasserdruck in Weißenstein erhöht werde, was bejaht wurde.

Auch die Wasserleitung zwischen Weißenstein und Nenningen werde vergrößert, antwortete Michael Lenz auf eine weitere Frage des Gemeinderates, aber erst in einem weiteren Bauabschnitt. Karl-Heinz Auers Frage nach einer Trassenführung entlang des Weges aus Kostengründen wurde abschlägig beschieden. „Das geht nicht, das Baufeld wird locker zehn Meter breit“, so Eckart Stetter. Konrad Rühles Einwand, die Leitung den direkten Weg von Treffelhausen zum Hochbehälter zu bauen, wurde ebenfalls verneint, diese Möglichkeit würde aus Naturschutzgründen nicht genehmigt. Positiven Bescheid erhielt Michael Lang auf seine Frage, ob im Falle eines Totalausfalls der Wasserversorgung durch ZWR, Nenningen auch über Weißenstein mitversorgt werden könne.

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