Eislingen Trauer um einen sozial engagierten Menschen

Dieter Kauderer, der frühere Leiter des Eislinger Sozialamts, ist gestorben.
Dieter Kauderer, der frühere Leiter des Eislinger Sozialamts, ist gestorben. © Foto: Privat
Eislingen / DANIEL GRUPP 22.10.2015
Dieter Kauderer, der langjährige Leiter des Sozial- und Liegenschaftsamtes der Stadt Eislingen, ist im Alter von 66 Jahren gestorben.

Die Pension war ihm nicht einmal ein Jahr lang vergönnt. Ende 2014 hat die Stadt Eislingen Dieter Kauderer in den Ruhestand verabschiedet, am vorigen Sonntag ist der 66-Jährige gestorben. Kauderer war mehr als 27 Jahre lang Leiter des Sozial- und Liegenschaftsamtes der Stadt.

Seine Wegbegleiter beschreiben Dieter Kauderer als sozial engagierten Menschen. Dies hat sich nicht nur in seinem Beruf gezeigt, sondern auch in der ehrenamtlichen Arbeit. "Sein Engagement galt unseren Kindergärten und den Beschäftigten der Stadtverwaltung, deren Personalratsvorsitzender er von 1998 bis 2010 war", würdigt Eislingens Oberbürgermeister Klaus Heininger Kauderers Wirken.

Dabei hatte am Beginn von Kauderers Verwaltungsarbeit das Soziale nicht im Mittelpunkt gestanden. Seine Ausbildung, die damals vier Jahre lang dauerte, hat er 1968 im Rathaus von Birenbach begonnen. Danach war er fünf Jahre lang bis 1977 Kämmerer der Schurwaldgemeinde. Anschließend arbeitete Kauderer zehn Jahre lang im Rathaus von Wangen. Auch dort kümmerte er sich als Kämmerer um die Finanzen. Sein Wissen über Finanzen und Bilanzen dürfte ihm im Liegenschaftsamt, das er neben dem Sozialamt leitete, von Nutzen gewesen sein. Schließlich musste er sich da unter anderem auch um die Mietwohnungen der Stadt kümmern.

Dieter Kauderer engagierte sich in der evangelischen Kirche. Er war von 2002 bis 2015 Vorsitzender der Synode des Kirchenbezirks Göppingen. "Gerne erinnern wir uns an seine sachliche und humorige Leitung der Synoden", würdigt Dekan Rolf Ulmer den Verstorbenen. Von 1973 bis 2007 war Kauderer Mitglied des Kirchengemeinderats der Eislinger Lutherkirchengemeinde und 30 Jahre lang Vorsitzender des Evangelischen Jugendwerks der Stadt.