Kreis Göppingen Trans-Alb: Walken als Gemeinschaftsprojekt

Die Hattenhofer Vereine machen aus der Trans-Alb ein echtes Gemeinschaftserlebnis. Mit großem Engagement bereiten sich die Ehrenamtlichen auf das Nordic-Walking-Ereignis am 3. Oktober vor.
Die Hattenhofer Vereine machen aus der Trans-Alb ein echtes Gemeinschaftserlebnis. Mit großem Engagement bereiten sich die Ehrenamtlichen auf das Nordic-Walking-Ereignis am 3. Oktober vor. © Foto: Inge Czemmel
INGE CZEMMEL 11.09.2015
Zum elften Mal laden die Gemeinden der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf am 3. Oktober zum Nordic-Walking-Event Trans-Alb ein - in diesem Jahr in den Raum Bad Boll, nach Hattenhofen.

Dienstagabend - die Mitglieder des Lauftreffs vom TSGV Hattenhofen haben sich am Sportplatz versammelt. Heute wollen sie die Panorama-Runde ablaufen. Sie ist mit rund acht Kilometern die kürzeste der drei Strecken, die bei der Trans-Alb am 3. Oktober gelaufen werden kann. Die Bettenweile-Runde mit fast 15 Kilometern sind die Testläufer bereits gelaufen, die rund 24 Kilometer lange Voralb-Runde steht noch auf der Agenda.

Die drei landschaftlich reizvollen Strecken hat die Familie Haller aus Hattenhofen, die sich bereits um die Streckenführung des Albtraufgängers gekümmert hatte, ausgearbeitet. "Wir haben bewusst Strecken gewählt, die nicht so viele steile Passagen beinhalten, abwechslungsreich sind und schöne Aussichten bieten", erklärt Hans Haller vom Albverein, der auch schon unzählige Wegweiser in grün, blau und rot vorbereitet hat. Sie werden an jeder Abzweigung stehen und geben neben der Streckenführung auch die Entfernung zum Ziel und zur nächsten Toilette an. "Die Wege sind jeweils zu einem Drittel naturbelassen, geschottert und Verbundwege", erklärt Haller.

Isabell Noether, Geschäftsführerin bei der Erlebnisregion Albtrauf, ist begeistert vom großen ehrenamtlichen Engagement in Hattenhofen und erklärt: "Mittlerweile gehen wir mit der Trans-Alb in die elfte Runde, jedes Jahr in einer anderen Mitgliedsgemeinde. Der Raum Bad Boll ist noch ein recht junges Mitglied, umso mehr freuen wir uns natürlich, dass wir dieses Jahr erstmalig dort zu Gast sein dürfen. Im Vordergrund der Veranstaltung steht wie immer die Kombination von sportlicher Bewegung in intakter Kulturlandschaft. Es geht nicht um schnelle Zeiten sondern um den Spaß und das Gemeinschaftsgefühl. Natürlich erhoffen wir uns auch, damit neue Gäste in die Region zu locken", erklärt Noether.

Die Lauf-Veranstaltung hat sich in den letzten Jahren zu einem Magneten entwickelt, der jährlich etwa 500 Sportbegeisterte - allein oder in Gruppen - anzieht. Das will organisatorisch bewältigt sein. In Hattenhofen helfen viele zusammen, damit das klappt. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kümmert sich um das gesundheitliche Wohlergehen der Läufer und sorgt zudem gemeinsam mit den Landfrauen für das leibliche Wohl. "Wir verpflegen die Läufer an der Sillerhalle mit Essen und Getränken", erklärt Andreas Pfeffer von der Ortsgruppe des DRK. Außerdem werden an Stationen auf der Strecke Obst und Getränke ausgegeben, die von verschiedenen Sponsoren gespendet werden.

"Ein schönes Gemeinschaftsprojekt", freut sich Hattenhofens Bürgermeister Jochen Reutter über das ehrenamtliche Engagement in seiner Gemeinde. Er fühlt sich sehr wohl im Tourismusverband und ist der Meinung, dass der Beitritt perspektivisch die beste Entscheidung war, die der Verband Raum Bad Boll habe treffen können.

Info: Informationen zur Teilnahme an der Trans-Alb gibt es online oder in der Geschäftsstelle bei Isabell Noether unter Telefon: (07334) 960180. Anmeldeschluss ist am 30. September.