Benefizradeln Tour de Kreisle startet im Nieselregen

Evelyn Krix 24.07.2017
Zum 15. Mal ist die Tour de Kreisle am Montag in Göppingen gestartet. Gesammelt werden Spendengelder für das Göppinger Hospiz.

Mit einem Lächeln auf den Lippen biegen die ersten Teilnehmer der Tour de Kreisle um 9.30 Uhr auf den Parkplatz des NWZ-Verlagsgebäudes in der Göppinger Rosenstraße ein. Allen voran radelte Initiator Klaus Riegert. Ihm folgten knapp 60 Radfahrer, die mit Applaus begrüßt wurden.

Eine Viertelstunde zuvor waren die Radler bei der Firma Krauter in der Göppinger Siemensstraße zur ersten Etappe gestartet. Gemeinsam mit der benachbarten AOK war die NWZ erste Station der fünftägigen Benefizrundfahrt durch den Landkreis. Redaktionsleiter Helge Thiele und Markus Baur von der AOK wünschten den Sportlern eine erfolgreiche Woche. Das Wetter sei zwar noch schlecht, aber die Stimmung gut, hatte NWZ-Verlagsleiter Mario Bayer, der selbst an der ersten Etappe teilnahm, beim Start festgestellt. Radeln im  Regen ist aber immer noch besser als in großer Hitze.

Helge Thiele und Markus Baur überreichten den Tour-Organisatoren jeweils einen Spendenscheck über 500 Euro für das Hospiz. Denn darum geht es bei der Tour. Noch bis Freitag werden jeden Tag unterwegs Spenden gesammelt. Das Ergebnis nach der ersten Etappe konnte sich mehr als sehen lassen: 9050 Euro am ersten Tag bedeutete einen Rekord. Klaus Riegert bedankte sich bei allen Unterstützern. Noch bis Freitag sind die Radler auf verschiedenen Strecken im Landkreis unterwegs. Jede einzelne Etappe startet und endet in Göppingen. Täglich legen die Radler zwischen 50 und 70 Kilometer zurück und sammeln in Rathäusern, Betrieben, Banken und bei weiteren Sponsoren Spenden. Die Gesamtsumme kommt dem Göppinger Hospiz zugute. „In der Woche sind das so rund 50 Stationen“, erklärt Klaus Riegert, der die Aktion vor 19 Jahren ins Leben gerufen hatte.

Festgelegt werden die Strecken nach dem Standort der Sponsoren. „Wir haben versucht, das zu bündeln.“ Manchmal gebe es auch „brutale Etappen“, bei denen man zum Beispiel von Wäschenbeuren nach Ottenbach fährt. Dieses Jahr verlief die erste Etappe aber in die andere Richtung: Von Göppingen aus ging es nach Eislingen und über Salach nach Ottenbach. Von dort aus nördlich des Hohenstaufens weiter nach Birenbach, Rechberghausen und Wangen.

Auf dem Rad saß auch wieder die Leiterin des Hospizes, Marta Alfia. Im vorderen Begleitfahrzeug war der ehrenamtliche Geschäftsführer Georg Kolb unterwegs, im hinteren Bernd Schiller vom Hospizverein. Prominente Unterstützung gab es am Montag von drei Spielerinnen des Handballbundesligisten Frisch Auf Göppingen: Maxime Struijs und Kristy Zimmerman waren schon im vergangenen Jahr mitgeradelt. Dieses Mal wurden die beiden von ihrer Teamkollegin Anna Bergschneider begleitet.

Die zwei größten Einzelspenden am ersten Tour-Tag betrugen jeweils 2000 Euro. Die eine Summe hatten Wangener Unternehmer zusammen mit der Raiffeisenbank Wangen im Beisein ihres Bürgermeisters Daniel Frey übergeben, der andere Betrag kam vom Eislinger Unternehmen Stahlbau Nägele. Weitere 1000 Euro spendete die Göppinger Firma Hartlieb. Klaus Riegert hofft auf eine Gesamtspendensumme wie in den vergangenen Jahren: „Alles, was über 20.000 Euro liegt, ist ein Erfolg.“ Der erste Tag war mit dem Rekordergebnis von 9050 Euro mehr als vielversprechend.

Die zweite Etappe führt am Dienstag ins Obere Filstal

Um 9 Uhr in Göppingen starten die Benefizradler am Dienstag in Richtung Salach und Donzdorf. Von dort aus geht es nach Lauterstein, Böhmenkirch und Waldhausen. Von Geislingen über Kuchen, Gingen und Süßen fahren sie zurück nach Göppingen. Bei ihrer Rundfahrt werden sie von dem früheren Bundesligaspieler des VfB Stuttgart, Steffen Handschuh, begleitet.