Vor einer Schwurgerichtskammer des Landgerichts Ulm wird von Montag an der Fall einer 34-Jährigen verhandelt, die   Ende Dezember 2020 in Rechberghausen in einem akutpsychotischen Zustand ihre Großmutter mit mehreren Messerstichen getötet haben soll. Die Frau soll an paranoider Schizophrenie leiden.
Laut der Anklage der Staatsanwaltschaft soll sie auch versucht haben, mit dem Messer den Lebensgefährten ihrer Mutter zu töten. Danach soll sie nach Uhingen gefahren sein und dort ebenfalls mit einem Messer die Mutter eines Bekannten verletzt haben. Aufgrund ihrer Krankheit sei sie nicht in der Lage gewesen, das Unrecht ihrer Taten einzusehen. Die Staatsanwaltschaft spricht von den Tatbeständen Totschlag, versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie gefährlicher Körperverletzung in schuldunfähigem Zustand.
Das Landgericht hat zu überprüfen, ob von der Beschuldigten weitere Taten zu erwarten sind, sie deshalb für die Allgemeinheit gefährlich und in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen ist. Sie befindet sich derzeit schon in einer Fachklinik und wird vom Göppinger Rechtsanwalt Rudi Mannl verteidigt. Derzeit sind zwei Verhandlungstage vorgesehen, zu den Terminen ist ein psychiatrischer Sachverständiger geladen.