CMT Toller Auftakt bei der CMT: Landkreis verkauft sich gut

Kreis Göppingen/Stuttgart / MICHAEL RAHNEFELD 18.01.2015
Strahlende Gesichter bei den Vertretern aus dem Stauferkreis: Letzterer ist gleich mehrfach auf der weltgrößten Publikumsmesse für Freizeit und Touristik präsent und verkauft sich gut.
Der Andrang am Samstagmorgen in der Landesmesse Stuttgart zur Eröffnung der Caravan, Motor, Touristik – kurz CMT genannt – ist groß wie nie. Menschenmassen stürmen die Hallen und auf den Präsentationsflächen herrscht reges Treiben. Wer sich weniger für Caravaning und Motor interessiert, hält sich an die Hallen 4 bis 8 und streift im Foyer des Osteingangs bereits am „Schwäbischen Streuobstparadies“ vorbei, das mit Regionalprodukten wirbt.

Die gezielte Suche der Freizeitangebote zwischen Alb und Fils führt schnurstracks zu Halle 6. Hier findet sich nicht nur die Tourismusgemeinschaft Schwäbische Alb mit einem völlig neuen Messeauftritt wieder, auch zahlreiche andere Ferienregionen, Städte, Kommunen und Freizeiteinrichtungen buhlen um die Gunst der Besucher. Bei der Region Stuttgart sind die Tourismusgemeinschaft Stauferland und die Stadt Göppingen angesiedelt, deren Vorsitzender, OB Guido Till, eine positive Tourismusbilanz für 2014 zieht und 2015 „noch eins drauf setzen“ will. Till und seine Kollegen aus etlichen Mitgliedskommunen, der Stadt Schwäbisch Gmünd und dem Ostalbkreis unterstreichen, dass die Gartenschau in der Stauferstadt zum „Sommermärchen 2014“ gediehen ist. Daran wollen sie nun anknüpfen. Mit der neuen Organisationsstruktur und TG-Geschäftsführer Holger Siegle, der vom i-Punkt in Göppingen aus die Fäden in der Hand hält, sind die Strukturen geschaffen. Der Landkreis Göppingen gewährt finanzielle Unterstützung. Eine Smartphone App und neue Mitglieder, wie beispielsweise das Kloster Lorch (40.000 Besucher pro Jahr) sollen die gemeinsamen Anstrengungen befeuern, denn zu bieten habe man viel.

Ein Höhepunkt im kommenden Jahr dürfte die Wiedereröffnung des für 2,3 Millionen Euro sanierten Heimatmuseums „Storchen“ in Göppingen sein sowie die Feiern zu 500 Jahren Stadtrecht Lorch. Teile der Gmünder Gartenschau werden auch fürderhin erhalten bleiben, so beispielsweise die beliebte Murmelbahn zwischen Wetzgau und dem „Erdenreich“, versichert Gmünds 1. Bürgermeister Dr. Joachim Bläse. Veranstaltungen wie historische Weinproben am Wäscherschloss besondere Vorführungen der Falknerei in Lorch, Märklintage in Göppingen oder die jetzt anstehende Fasnet in Donzdorf, setzen weitere Akzente. „Warum in die Ferne schweifen?“, fragt denn auch Wäschenbeurens Bürgermeister Karl Vesenmaier.

Sein Amtskollege Rudi Bührle aus Bad Boll sieht seine Gemeinde, die Mitglied sowohl in der TG Stauferland als auch in der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf (ESA) ist, als wichtige Schnittstelle des touristischen Geschehens zwischen Alb und Fils und im Landkreis Göppingen. Gemeinsam mit der Bädergemeinschaft sowie den Städten Geislingen und Wiesensteig zeigt sich die ESA sehr ansprechend ebenfalls in Halle 6.

Rund 18 000 Euro werden für den 36 Quadratmeter großen Holzstand einschließlich Personalkosten für den Messeauftritt in die Hand genommen, bestätigen gleichlautend die Bürgermeister von Wiesensteig und Bad Ditzenbach Gebhard Tritschler und Gerhard Ueding. Letzterer ist noch Vorsitzender der mittlerweile 29 Kommunen umfassenden ESA, die seit 1. Januar von Isabell Noether geleitet wird. Bewusst sei man mit dem Messestand nicht unter das Dach der TG Schwäbische Alb gerückt – hier betreibt genau gegenüber vom ESA-Stand der Kreis Göppingen noch einen kleinen Counter –, sondern habe sich seinen idealen Standort an der südlichen Stirnseite der Messehalle 6 gesichert. Hier steht der in rustikalem „Holzlook“ gehaltene Messestand völlig frei und zugänglich. Er lockt mit über Beamer laufenden Imagefilmen und einer von der Schwäbischen Landpartie liebevoll zusammengestellten Produkte-Dekorationen die Menschen zuhauf an die Tresen. Absoluter Hingucker ist dabei der „Albtraufsitzer“, eine Kombination aus Strandkorb und alpenländischem Klohäuschen, in den man sich gemütlich hineinsetzen und fotografieren lassen kann. Das Foto gibt’s gleich als Geschenk mit auf den Heimweg.

Das achtköpfige Team wird nun bis zum nächsten Sonntag zu allen Fragen in Sachen Kur- und Wellness, Pedelec-Radeln für gesunde und behinderte Menschen, die schönsten Wanderwege und Erlebnispfade, Radeln, kulinarische Feinheiten sowie regionale Produkte beraten und informieren. Ganz stolz ist man dabei auf den zertifizierten Wanderweg „Albtraufgänger“, der sich durch riesige Info-Tafeln ausweist und zudem als „Leading Quality Trails – Best of Europe“ von der Europäischen Wandervereinigung ausgezeichnet wurde.

Peinliche Panne

Die Freude über die Auszeichnung des Wanderweges „Albtraufgänger“ war im Landkreis war riesig, doch als es die Urkunde gab, Schrecken in den Gesichtern: Stand da doch tatsächlich fett gedruckt „Alptraufgänger“. Was hat den Präsidenten des Deutschen Wanderverbandes Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß wohl geritten, als er diese Urkunde unterzeichnete. Der Plochinger sollte sich eigentlich auskennen, ist er doch auch Präsident vom Schwäbischen Albverein. Oder nennt letzterer sich künftig Schwäbischer Alpverein?

Sonderveranstaltungen

Sowohl am Stand von Stauferland (Halle 6 6E50) als auch am Gemeinschaftsstand von ESA, Landkreis, Bädern und den Städten Geislingen und Wiesensteig (Halle 6 6C90) gibt es während der Messewoche kleine Veranstaltungen und Präsentationen. Unter dem Motto „So schmeckt’s im Stauferland“ stellen sich Mitgliedsgemeinden vor. Bädertickets, Albtraufsäckle, Pedelec-Gutscheine oder Bier werden bei Tagesverlosungen und Präsentationen am Gemeinschaftsstand der ESA an Besucher vergeben.

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