Erziehung Toleranz am eigenen Leib erforscht

Um Toleranz und Intoleranz ging es eine Woche lang bei Workshops im Uditorium.
Um Toleranz und Intoleranz ging es eine Woche lang bei Workshops im Uditorium. © Foto: Marlen Kosper
Uhingen / Marlen Kosper 24.07.2018

Alles was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen ebenso.“ Mit diesem Zitat aus dem Matthäus-Evangelium wies ein Banner vor dem Uhinger Uditorium auf die Wichtigkeit von gegenseitiger Toleranz und Respekt hin.

Um Jugendliche ab der Klasse neun spielerisch an den richtigen Umgang mit ihren Mitmenschen heranzuführen, wurde in Uhingen eine Toleranzwoche der „Stiphtung“ von Christoph Sonntag veranstaltet. In ganztägigen Workshops setzten sich die Jugendlichen mit Fragen zu Toleranz und Intoleranz auseinander. Vormittags stand für die Schüler ein theo­retischer Teil an, aufgegliedert in verschiedene Stationen, die sich unter anderem mit den Themen Zugehörigkeit und Ausgrenzung sowie mit Vorbildern und Zivilcourage beschäftigten. Nachmittags fand das Gelernte dann direkt Anwendung: Im praktischen Teil erlebten die Jugendlichen an Fallbeispielen und verschiedenen Übungen, wie Toleranz im wahrsten Sinne des Wortes bewegt.

Vier Schulen nahmen an den Workshops teil, darunter die Uhland-Realschule, das Hohenstaufen-Gymnasium, die Deutsche Angestellten-Akademie Göppingen sowie das Heil- und Erziehungsinstitut Eckwälden. Unter der Anleitung von Rita-Carola Rose und Andrea Förster, beide Tanzpädagoginnen, wurden an einem Tag drei Klassen des Institus Eckwälden, das sich auf seelenpflege-bedürftige Kinder spezialisiert hat, an den respektvollen Umgang miteinander herangeführt. „Für uns ist Toleranz besonders wichtig, unser ganzes Konzept basiert darauf.“, betonte eine betreuende Lehrerin. Das Team der „Stiphtung Christoph Sonntag“ besteht aus einer Gruppe von Tanzpädagogen, Lehrern und anderen Helfern, die Workshops organisieren. Um diese durchführen zu können, baut die „Stiphtung“ auf die Unterstützung von Sponsoren, erklärt Rose. Die Workshops fänden hauptsächlich im süddeutschen Raum, unter anderem auch in Stuttgart und Waiblingen, statt. Das Team arbeite mit Kindern und Jugendlichen aller Schultypen und biete auch andere Programme wie beispielsweise die Ernährungswochen an, an denen das Institut Eckwälden auch schon teilgenommen hat.

Am Ende des lehrreichen Tages fragten die Frauen die Jugendlichen, wie es ihnen gefallen hat und bekommen durchweg positive Rückmeldungen. Am beliebtesten war das „Zahlenspiel“, bei dem man aufeinander hören und Rücksicht nehmen musste sowie die informativen Stationen am Vormittag.

Infokasten

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