Kreis Göppingen Thema Staufer: Till wirft ESA „Anmaßung“ vor

Ein Wahrzeichen im Stauferland: der Hohenstaufen.
Ein Wahrzeichen im Stauferland: der Hohenstaufen. © Foto: Staufenpress
Kreis Göppingen / Helge Thiele 01.12.2018
Eine neue Interessengemeinschaft soll das Thema Staufer vermarkten. Partner sollen Ostalb- und Stauferkreis sein.

Der Beschluss der Mitgliederversammlung am Mittwoch in Hohenstaufen war einstimmig: Die Touristikgemeinschaft Stauferland (TGS), die nach den Worten des Göppinger OB Guido Till „den aktuellen Anforderungen“ nicht mehr gerecht werde, wird jetzt aufgelöst.

Die „Erlebnismarke Staufer“ soll stattdessen „durch eine neue schlagkräftige Interessengemeinschaft mit Leben erfüllt und vermarktet werden“, betonte Till gestern gegenüber unserer Zeitung. Die „Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf“ (ESA) sieht Till dabei außen vor. „Das Thema Staufer wird von den Stauferstätten behandelt und vorangetrieben. Hier, bei uns, im Kernland der Staufer, ist das historische Erbe angesiedelt, nicht bei den Helfensteinern oder am Albtrauf. Das ist für mich unumstößlich“, erteilte Till „dem Ansinnen der ESA eine klare Absage, das Thema Staufer mitbearbeiten zu wollen“. Auf der letzten Mitgliederversammlung der TGS schoss Till einen Giftpfeil ab, als er betonte: „Die Ausführungen, was die ESA alles für die Staufer getan hätte, könnte man fast amüsiert zur Kenntnis nehmen, wenn nicht starke finanzielle Interessen hinter dieser Anmaßung stehen würden.“ Er, Till, habe jedoch „kein Problem mit einem angemessenen Zuschuss an die ESA, sofern sich die Organisation auf ihre Kernaufgabe konzentrierte, nämlich die Vermarktung des Albtraufs und –  in Zusammenspiel mit der Tourismusabteilung des Landratsamts – die Zimmervermittlung für den Landkreis“.

Die „Erlebnismarke Staufer“ gehöre „weder zu den Aufgaben geschweige denn zu den Kompetenzen der ESA“. Die Staufer seien „ur-eigenste Aufgabe“ der Staufer-Städte Göppingen und Schwäbisch Gmünd sowie der Staufer-Stätten Burg Wäscherschloss und Kloster Lorch. „In dieser Runde“ werde weitergemacht. Feste Partner der künftigen „Interessengemeinschaft Staufer“ seien zudem die Landkreise Göppingen und Ostalb, von denen Till eine Unterstützung erwartet.

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