Nach dem Bericht der NWZ zum Thema „Vogeltod mit Siebdruckmustern verhindern“ gibt es mittlerweile eine positive Entwicklung. Zusammen mit dem Nabu berichteten wir in der Reihe „Biologische Vielfalt erhalten“ über einfache Maßnahmen, um den Tod von Vögeln an Glaswänden zu verhindern.

Tödliche Buswartehäuschen

Gerade an verglasten Buswartehäuschen kommen im Kreis jährlich einige tausend Vögel ums Leben, weil sie nicht in der Lage sind, Glasflächen rechtzeitig zu erkennen. Zum Thema Vogelschutz hat sich nun das Landratsamt eingeschaltet und alle Städte und Gemeinden mit einer Informationsbroschüre auf die Thematik aufmerksam gemacht. Das Landratsamt will das Anliegen unterstützen. Man wolle es weiterhin im Fokus behalten und ansprechen, wo sich die Möglichkeit dazu ergebe.

Naturschützer werden aktiv

Der Vorsitzende vom Naturschutzbund Göppingen und Umgebung, Dr. Wolfgang Rapp, ist glücklich, dass seinem Anliegen Gehör verschafft wurde: „Es freut mich außerordentlich, dass das Landratsamt auf den Aufruf des Nabu eingegangen ist,  etwas gegen den vielfach unnötigen Glastod der Vögel zu unternehmen.“ Jetzt ist Rapp gespannt, welche Wirkung dieses Schreiben auf die Städte und Gemeinden hat. „Ganz vorbildlich zeigt sich der Göppinger Ortsteil Hohenstaufen, der seine Buswartehäuschen mit Folien nachgerüstet hat.“ Auch in Rechberghausen ist man dem Aufruf des Landratsamtes gefolgt.

Vogelfreundliche Maßnahmen

In Uhingen wurde auf Initiative der Lokalen Agenda, unter fachlicher Begleitung von Dirk Lederbogen, begonnen, die ersten Buswartehäuschen vogelfreundlich zu gestalten und neue Glasflächen an Bushaltestellen direkt auszurüsten. „Wir bemühen uns, in Sachen Ökologie besser zu werden“, teilte der Uhinger Bürgermeister Matthias Wittlinger zum Agendaprozess mit.Rapp hat nun die große Hoffnung, „dass durch die ersten guten Beispiele weitere Gemeinden folgen, um etwas gegen den unnötigen Glastod der Vögel zu unternehmen“.

Das könnte dich auch interessieren:

Ulm/Göppingen