Natur Was kann man gegen Waschbären tun?

Waschbären sehen niedlich aus, gehören aber zu den invasiven Arten, sind also gefährlich für das heimische Ökosystem.
Waschbären sehen niedlich aus, gehören aber zu den invasiven Arten, sind also gefährlich für das heimische Ökosystem. © Foto: Felix Heyder/dpa
Kreis Göppingen / Kathrin Bulling 27.08.2018
Was tun, wenn’s im eigenen Garten krabbelt, kriecht und fliegt? Die Wildtierbeauftragte des Landkreises Göppingen hat Tipps für den richtigen Umgang mit Waschbären und Co.

Schmetterlinge, Wildbienen und Libellen sind in der Regel gern gesehene Gäste im eigenen Garten. Anders sieht es dagegen aus, wenn Waschbären ihr Unwesen treiben. Was können Hausbesitzer tun?

Das Problem sei das große Nahrungsangebot in den Wohngebieten, das die Tiere anlocke, erklärt die Wildtierbeauftragte des Landkreises Göppingen Patricia Brandbeck. Langfristig hilft nur, diese Lockreize abzustellen: Kein Katzenfutter auf der Terrasse verfüttern, Biomüllbeutel nicht über Nacht rausstellen, Mülltonnen verschließen und keine Küchenabfälle wie Eierschalen auf den Kompost bringen.

Tiere forsch verscheuchen

Wer einem Waschbären auf dem eigenen Grundstück begegnet, sollte ihn durch forsches und lautes Auftreten verscheuchen, rät Brandbeck. Die Tiere lernen ansonsten schnell, dass ihnen vom Menschen keine Gefahr droht, und sie verlieren ihre Scheu. Zwar geht von den Waschbären keine Gefahr aus, sie können aber recht dreist werden, wenn sie Futter vermuten. Zugänge zu Gebäuden und Gartenhütten sollte man verschließen, um zu verhindern, dass sich die Tiere ansiedeln.

Waschbären sind nicht geschützt

Brandbeck räumt mit einem Irrglauben auf: Waschbären sind in Deutschland nicht geschützt. Vielmehr zählen sie zu den invasiven Arten, die in das heimische Ökosystem eindringen und es dadurch gefährden. Die Tiere dürfen zwischen August und Februar bejagt werden; Schonzeit besteht während der Jungenaufzucht zwischen März und Ende Juli.

Welche Tipps die Wildtierbeauftragte bei Wespen- und Hornissennestern hat, was man am besten tut, wenn man Nattern auf dem Grundstück entdeckt, und wie man seinen Garten insektenfreundlich gestalten kann, lesen Sie am Dienstag (28. August) in der Printausgabe sowie im E-Paper der GZ.

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