Adelberg / Werner Schmidt

Heftige Debatten gab es im Adelberger Gemeinderat um die Erneuerung der Sanitäranlagen am Sportgelände Jauchert. Die Kommunalpolitiker haben den Zuschuss für den TSV zwar von 25 000 Euro auf 50 000 Euro verdoppelt, aber das reicht den Sportlern nicht. Sie legten den Gemeinderäten ein Modulbaukonzept mit Gesamtkosten von knapp 425 000 Euro vor und fordern von der Gemeinde einen Zuschuss von 190 000 Euro. Angeblich sei die Gemeinde in der Pflicht, weil 2004, als die ersten Container dort aufgestellt wurden, es versäumt worden sei, eine Sanitäranlage fest zu installieren.

Verein: Stahlkonstruktion ist notwendig

Es sei „höchste Eisenbahn, etwas zu schaffen, nachdem man es in 15 Jahren nicht geschafft hat, eine Sanitäranlage hinzustellen“, hieß es vom Verein. Die derzeitige, einst als Übergangslösung geplante Lösung funktioniere nicht mehr und man wolle etwas Dauerhaftes hinstellen. Dabei handele es sich nicht einfach um Container, sondern um eine Stahlkonstruktion, wie sie auch im Hallenbau verwendet werde, argumentiert der Verein.

Politiker wollen nichts versäumt haben

Allerdings wiesen die Kommunalpolitiker den Vorwurf zurück, es 2004 versäumt zu haben, eine Sanitäranlage fest zu installieren. Es sei damals aus finanziellen Gründen so beschlossen worden, sagte Peter Regelmann. Und die Containerlösung habe man gewählt, „weil das Geld knapp war“. Jetzt sei übrigens die finanzielle Situation nicht viel anders.

Bürgermeisterin: Vergleich nur schwer möglich

Der Gemeindezuschuss von 50 000 Euro reiche „hinten und vorne nicht“, hieß es von Vereinsseite. Der TSV sei nicht in der Lage, die Bausumme allein aufzubringen. Gemeinderat Justus Krawinkel warf dem Verein „Anspruchsdenken“ vor und empfahl, sich die Situation in anderen Gemeinden anzusehen. Allerdings, so gab Bürgermeisterin Carmen Marquardt zu bedenken, sei ein Vergleich unter den besonderen Bedingungen Adelbergs und des Sportgeländes nur schwer möglich.

Einig war man sich allerdings, dass etwas geschehen müsse. Anderseits sieht sich die Gemeinde nur insoweit in der Pflicht, als sie für Sanitäranlagen für die Grundschulkinder zuständig sei: „Den Neubau eines Sozialgebäudes nach speziellen Wünschen eines Vereins zu finanzieren, fällt jedoch nicht unter die Pflichtaufgaben einer Gemeinde.“

„Wir schauen, was im Geldsack ist“

Als dann nochmals über mögliche Zuschüsse des Württembergischen Landessportbundes und eine für allerdings dauerhafte Lösung in Aussicht gestellte Finanzspritze eines Sponsors über 40 000 Euro gesprochen worden war, vertagte man das Thema: „Wir schauen, was im Geldsack ist, Sie fragen den Spender, ob das Geld kommt, und es wird die Sportförderung gefragt, was machbar ist“, sagte Marquardt.

Die Vereinsvorsitzenden versprachen im Gegenzug, sich über Ostern nochmals zusammen zusetzen und mit dem Thema Finanzierung auseinanderzusetzen.

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