Eislingen/Ulm Tatvorwurf lautet Mordversuch

Eislingen/Ulm / SWP 07.09.2018
Ein 21-Jähriger muss sich ab Dienstag wegen einer Messerattacke in Eislingen verantworten.

Vor der Jugendkammer des Landgerichts Ulm muss sich ab Dienstag ein 21-Jähriger aus dem Landkreis Göppingen wegen versuchten Mordes verantworten. Der Mann wird beschuldigt, am 4. Januar in Eislingen auf einen Spaziergänger mit einem Klappmesser eingestochen und ihn schwer verletzt zu haben.

Wie aus einer Pressemitteilung des Landgerichts hervorgeht, soll sich der nicht vorbestrafte Angeklagte in seinem Bekanntenkreis als Schwerkrimineller ausgegeben haben, um dadurch Anerkennung zu erfahren. Deshalb habe er zunächst im Juli 2017 einen Überfall auf sich fingiert und sich schließlich entschlossen, einen Menschen zu töten. Am 4. Januar sei er deshalb einem Spaziergänger in Eislingen gefolgt, bis dieser auf einem Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs in sein Auto einstieg. Der Angeklagte habe den Mann unter einem Vorwand angesprochen und sein Opfer schließlich zwei Mal mit einem Klappmesser in den Brustbereich gestochen, um den Mann zu töten. Der Tatverdächtige flüchtete und stellte sich Tage später der Polizei.

Derzeit sind sechs Verhandlungstage angesetzt. Insgesamt werden 28 Zeugen sowie Sachverständige gehört. Zudem ist an allen Terminen ein Psychiater als Sachverständiger geladen. Den Vorsitz der Kammer führt Richter Wolfgang Tresenreiter.

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