Kinder Tagesmütter betreuen in Gosbach

In der Neuen Steige in Gosbach mietet die Gemeindeverwaltung eine Wohnung an, in der Tagesmütter Kinder betreuen.
In der Neuen Steige in Gosbach mietet die Gemeindeverwaltung eine Wohnung an, in der Tagesmütter Kinder betreuen. © Foto: dpa
Gosbach / SWP 14.07.2018

Platz für 75 Mädchen und Jungen gibt es im Gosbacher Kindergarten der katholischen Kirchengemeinde. Sie decken aber nicht den Bedarf, weshalb es im Bad Ditzenbacher Ortsteil eine weitere Betreuungseinrichtung geben könnte, eine so genannte Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen (TigeR)

Zwei Tagesmütter würden dieses Angebot umsetzen, informierte Bürgermeister Herbert Juhn kürzlich die Gemeinderäte. Sie würden selbständig arbeiten, was aber nur  mit entsprechender finanzieller Unterstützung der Gemeinde gehe. Auf der Suche nach einer Wohnung in Gosbach seien die zwei Frauen fündig geworden.

Dabei handelt es sich um eine Erzieherin und Heilpädagogin, die zwei Kinder hat. Für ihr vier Monate altes Kind habe sie keinen Betreuungsplatz gefunden, da alle Plätze in der Gemeinde Bad Ditzenbach belegt seien. Auf der Suche nach einer Alternative, Familie und Job unter einen Hut zu bekommen, wolle sie nun als Tagesmutter arbeiten. So wolle sie auch anderen Müttern die Chance geben, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.

In Gosbach fanden die beiden Tagesmütter geeignete Räume. Dabei handelt es sich um eine etwa 90 Quadratmeter große Wohnung in der Neuen Steige. Diese könne ohne großen Umbauaufwand genutzt werden.  Außerdem wäre dort fast alles vorhanden, auch ein Garten zur Mitnutzung, der noch eingezäunt werden müsste. Die Kaltmiete würde 810 Euro pro Monat betragen und könnte von der Gemeinde gestellt werden. 

In der Magnusstraße könnte die Gemeinde dagegen ein ganzes Haus anmieten. Die etwa 100 Quadratmeter große Wohnung im Erdgeschoss wäre für TigeR geeignet, allerdings nur mit Treppe zugänglich. Die zweite Wohnung ist etwa 70 Quadartmeter groß und befindet sich im Obergeschoss. Sie könnte zur Anschlussunterbringung für bleibeberechtigte Flüchtlinge gemietet werden. Mit dieser Nutzung wäre der Eigentümer einverstanden.

Letztlich stimmten die Gemeinderäte nach längerer Diskussion dafür, einen Mietvertrag für die Wohnung in der Neuen Steige befristet auf fünf Jahre abzuschließen. Dieser soll schon ab 1. August gelten, damit die Gemeinde alles vorbereiten kann, um die Räume ab Oktober zu nutzen. Die Mietkosten übernimmt die Gemeinde. „So können wir in Gosbach ein U.3-Angebot schaffen“, sagte Herbert Juhn, „und haben damit ein alternatives und flexibles Betreuungsangebot“.

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