Saison Süße Früchtchen sind begehrt

Auf dem Obsthof in Rechberghausen wird ständig für Beeren-Nachwuchs gesorgt.  Produktionsleiter Filip Crosman mit Erdbeerpflanzen der späten Sorte.
Auf dem Obsthof in Rechberghausen wird ständig für Beeren-Nachwuchs gesorgt.  Produktionsleiter Filip Crosman mit Erdbeerpflanzen der späten Sorte. © Foto: Staufenpress
Kreis Göppingen / Marlen Kosper 14.06.2018

Sommerzeit ist Erdbeerzeit! Sobald das Wetter über längere Zeit trocken und warm ist – dieses Jahr können wir uns seit Anfang Mai über warme Temperaturen freuen – sind die Früchtchen sehr gefragt. Es wird Marmelade gekocht, Erdbeerquark oder -eis vernascht und sonntags steht der Erdbeerkuchen auf dem Tisch.

Wer Marmelade selbst macht, muss Erdbeeren in großen Mengen beschaffen, und wo kann man das besser als auf dem Erdbeerfeld? Bei schönem Wetter im Stroh kauern und unermüdlich Erdbeeren zupfen – ein perfekter Sommertag. Noch einen Vorteil hat das mühselige Pflücken: Wer mit Kindern kommt, braucht sie gar nicht erst zu bespaßen, sondern muss ihnen nur eine Schüssel in die Hand drücken und sagen, dass nur die schönsten Erdbeeren dort rein dürfen.

Auch die Familien Bertits aus Türkheim und Schneider aus Bad Ditzenbach nutzen das Wetter, solange es noch trocken ist, um auf den Erdbeerfeldern bei Geislingen-Weiler die heimischen Vorräte aufzufüllen. Tatkräftig helfen die Kinder mit, bestimmt nicht zuletzt, weil jeder Selbstpflücker so viele Erdbeeren essen darf, wie er will. „Samstags und sonntags ist immer sehr viel los, es kommen viele Familien und auch viele Kinder alleine“, erzählt ein Erntehelfer aus Rumänien, der mittlerweile schon zum dritten Mal das Pflücken auf dem  Erdbeerfeld in Geislingen-Weiler  überwacht.

,,Die Verkäufe laufen sehr gut, das gleiche gilt für die Ernte“, freut sich auch Produktionsleiter Filip Crosman vom Obsthof Martin Bauer in Rechberghausen. Auf 50 Hektar werden hier die verschiedensten Früchte angebaut werden. Mit 33 Hektar ist der Anteil der Erdbeeren am größten. Das restliche Land wird mit Süßkirschen, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren bepflanzt.

Sieben verschiedene ErdbeerHauptsorten werden auf dem großen Gelände bewirtschaftet. Sie unterscheiden sich vor allem in der Größe, im Geschmack und der Erntezeit. Es gibt die Möglichkeit, die Erdbeeren, die zu den Sammelnussfrüchten gehören, an einem der zahlreichen Verkaufsstände zu erwerben, oder sie selbst zu pflücken.

In der Hochsaison sind auf den Feldern in Rechberghausen bis zu 150 Erntehelfer beschäftigt, darunter auch einige Studenten aus der Ukraine. Eine von ihnen, Yana Yemelianova, berichtet, dass sie zum ersten Mal zum Arbeiten nach Deutschland gekommen ist. Für drei Monate wird sie hier Erdbeeren pflücken, und sie hat Spaß daran. ,,Das hier ist eine Auszeit vom Studium für mich, neben der Arbeit nehmen wir uns die Zeit, Deutschland zu erkunden.“

Die Erdbeersaison streckt sich über den Zeitraum von Mitte April bis Ende September, also ist noch genug Zeit, um sich an einem sonnigen Tag selbst mit den schmackhaften Früchten einzudecken. Und wie Filip Crosman berichtet, zeichnet sich die aktuelle Saison schon jetzt durch einen weiteren erfreulichen Gesichtspunkt aus: ,,Dieses Jahr wurden die Pflanzen kaum von Krankheiten befallen.“

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