Kreis Göppingen Pumpendefekt sorgt für Gestank rund um Eislingen

Kreis Göppingen / SAS 17.04.2018
Ein Pumpendefekt bei Südöl in Eislingen sorgte am Dienstagmorgen für Gestank rund um Eislingen.

Ein unangenehmer Geruch zog am Dienstagmorgen durch Eislingen bis ins Göppinger Stadtgebiet. Quelle war das Eislinger Unternehmen Südöl, dort kam es gegen 7 Uhr für etwa eine Stunde zu einer Leckage an der Pumpe. Dieser wurde der Stadt Eislingen und der Aufsichtsbehörde – dem Regierungspräsidium in Stuttgart gemeldet. Beim Eislinger Ordnungsamt gingen am Vormittag drei Beschwerden über die Geruchsbelästigung ein.

Grund war eine defekte Kreiselpumpe in der Emulsionsverdampferanlage: „Aus einer Gleitringdichtung trat etwa eine Stunde lang eine geruchstarke Flüssigkeit aus“, erklärte der Geschäftsführer Rolf Ritter auf Nachfrage. Als die Mitarbeiter das Leck am Vormittag bemerkten, wurde die Anlage gestoppt und die ausgetretene Flüssigkeit aufgenommen, so der Südöl-Chef. Dann wurde die Anlage gereinigt, die Pumpe gegen eine Ersatzpumpe getauscht und danach die Anlage wieder angefahren. Gegen 9 Uhr verflüchtigte sich der Geruch, eine Gefährdung habe nicht bestanden.

Gasgeruch in Göppingen

Zeitgleich nahmen Passanten und Anwohner am Vormittag in Göppingen in der Großeislinger Straße eine Art Gasgeruch wahr und meldeten sich bei der Energieversorgung Filstal (EVF). Der Geruch dort stamme nicht vom Odoriermittel im Erdgas, erklärte die Pressestelle auf Nachfrage. Dieses Mittel werde dem geruchlosen Gas zur Sicherheit als Duftstoff beigemischt, um Lecks zu bemerken. Die Geruchsquelle sei aber auf Bauarbeiten auf dem Gelände der EVF zurückzuführen. Dieser Geruch könne insofern als „klassischer Gasgeruch“ bezeichnet werden, da er von Gasinhaltsstoffen aus der Zeit der Gasproduktion aus Kohle herrührt, so die EVF. Auf dem Gelände mussten wie berichtet Altlasten entsorgt werden:

Gasgeruch

Das von der Energieversorgung Filstal verteilte Erdgas enthält zur Sicherheit für die Verbraucher einen Geruchsstoff. Dieser Geruchsstoff kann in sehr kleinen Konzentrationen wahrgenommen werden. Kleinste Gaslecks in Gebäuden sind so leicht riechbar. Umgangssprachlich wird das eingesetzte Odoriermittel mit „Gasgeruch“ umschrieben. Derzeit setzt die EVF nach eigenen Angaben ein umweltfreundliches schwefelfreies Odoriermittel mit dem Namen „Gasodor S-Free“ ein.