Adelberg Staufische Weibsbilder

Kathrin Koller als Irene von Byzanz. Das Musiktheater Filstal zeigt das Stück am kommenden Sonntag.
Kathrin Koller als Irene von Byzanz. Das Musiktheater Filstal zeigt das Stück am kommenden Sonntag.
Adelberg / SWP 18.07.2014
Staufische Geschichte lebendig machen, das hat sich das Musiktheater Filstal unter der Leitung von Barbara Reik auf die Fahnen geschrieben. Im Sommer führt das Ensemble gleich zwei Stücke auf.

Mit ihren Auftritten will das Musiktheater Filstal, so deren Leiterin Barbara Reik, "auf unsere regionale Geschichte aufmerksam machen, denn schließlich wurde vor knapp 900 Jahren in unserer Gegend Weltgeschichte geschrieben".

In ihrem neuen Musiktheaterstück Staufische Weibs-Bilder erzählt Barbara Reik Episoden aus dem Leben der Frauen der Staufer - Frauen, die bewundert wurden, wie Beatrix von Burgund, Gemahlin Barbarossas, besungen wie Irene von Byzanz, Gattin von Philipp von Schwaben, verleumdet wie Konstanze von Hauteville, Frau Heinrichs VI und die vier Ehefrauen Friedrichs II..Untermalt wird das Stück mit frech-fröhlichen und tod-traurigen Melodien, komponiert von Sami Valonen, sowie Minnelieder von Darko Domajnko, gespielt auf altertümlichen Instrumenten.

Für die "Staufischen Weibs-Bilder" erhielt das 20-köpfige Ensemble Unterstützung durch Professor Olaf Rader von der Universität Berlin. Öffentliche Zuschüsse und Unterstützung erhält das Musiktheater Filstal nicht. "Da wir alles privat finanzieren, sind unsere Mittel sehr begrenzt", betont Barbara Reik - zumal für die Inszenierung rund 20 neue Gewänder genäht werden mussten. Aufgeführt wird das Stück "Staufische Weibs-Bilder" erstmals am 23. August ab 20 Uhr in der Turn- und Festhalle Bartenbach. Einführen in die Materie wird Margit Haas.

Zuvor präsentiert das Musiktheater Filstal aber am Sonntag, 20. Juli, erstmal ein anderes Stück: Irene Maria von Byzanz - fremd unter Fremden im Kloster Adelberg. Darin singt und tanzt das Musiktheater Filstal das Leben der schönen byzantinischen Kaisertochter Irene, die von Walther von der Vogelweide als "Rose ohne Dornen, Taube sonder Galle" besungen wurde. Barbara Reik nimmt die Gäste mit auf den ereignisreichen Weg der Gemahlin Philipps von Schwaben, der von Byzanz nach Hohenstaufen führte. Sie will dabei so nahe wie möglich an der geschichtlichen Überlieferung bleiben. Auch hierfür schrieben Darko Domajnko und Sami Valonen die Musik. Monika Ketterer führt in die Aufführung ein. Beginn ist um 19.30 Uhr. Bei schlechtem Wetter findet das Stück ab 20 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum in Bartenbach (beim Friedhof) statt. Aufgrund eines technischen Problems wäre eine Aufführung in der Turn- und Festhalle Bartenbach nicht möglich.

Info Karten im Vorverkauf für beide Aufführungen gibt es bei Monika Ketterer, Telefon: (07166) 90 15 70, sowie bei Barbara Reik, Telefon: (07161) 145 94, mail@taichi-reik.de