Kuchen Statt der B 10 saniert Kuchen die Herrenwiesen

Kuchen / HARTMUT ALEXY 17.06.2015
Kuchen lässt nach den Sommerferien die Herrenwiesenstraße sanieren. Erneuert werden die Wasserleitung, die Fahrbahn und der Gehweg.

Aus der neuen Wasserleitung für die B 10 zwischen der Wilhelmstraße und BMW-Fetzer in Kuchen wird in diesem Jahr nichts mehr - die Gemeinde war mit den Angeboten, die für diese Arbeiten eingingen, nicht zufrieden. Stattdessen will Kuchen nach den Sommerferien die Herrenwiesenstraße zwischen der Silcher- und der Kantstraße sanieren lassen. Das hat der Gemeinderat am Montagabend einstimmig beschlossen. Die Erneuerung der Straße, des Gehwegs und der Wasserleitungen wird nach einer vorläufigen Schätzung des Ingenieurbüros Wassermüller 220.000 Euro kosten. Dazu kommt noch das Ingenieur-Honorar. Die Straße soll rechtzeitig vor dem ersten Frost fertig sein.

Die Finanzierung ist für Bürgermeister Bernd Rößner kein Problem. Der Kämmerer hatte das Geld für die Sanierung der B 10 längst im Haushaltsplan bereitgestellt, als der Gemeinderat die Ausschreibung vor vier Wochen überraschend aufhob. Dass die Gemeinde dafür andere alte Wasserleitungen austauschen will, stand schon damals fest. Weil die Auftragsbücher der Straßenbaufirmen aber immer noch prall voll sind, sei es für Wassermüller nicht leicht gewesen, Ersatz zu finden, sagte Rößner.

Kuchen habe nun allerdings ein Zeitproblem, fuhr der Bürgermeister fort. Drei Firmen hätten dem Ingenieurbüro auf Anfrage signalisiert, dass sie sich der Herrenbergstraße voraussichtlich ab September annehmen können. Dazu sollte die Gemeinde die Arbeiten jedoch so bald wie möglich ausschreiben.

Der Gemeinderat hat am Montagabend die Voraussetzungen dafür geschaffen. Das Gremium stimmte der Sanierung der Herrenwiesenstraße zu und beauftragte die Gemeindeverwaltung, gemeinsam mit Wassermüller, die Arbeiten auszuschreiben. Sollten die Ergebnisse nicht bis zur letzten Ratssitzung vor Beginn der Sommerferien vorliegen, darf das Rathaus die Aufträge selbst an den günstigsten Bieter vergeben.

Gemeinderat Joachim Abel (Fraktionsgemeinschaft SPD/Die Grünen) fragte, ob es einen Höchstbetrag gebe, über den das Rathaus nicht hinausgehen darf. Das verneinte der Bürgermeister. Die Gemeinde werde aber mehrere Fachfirmen anschreiben und hoffe dann eben auf "gute, wirtschaftliche Angebote". Zumindest der Asphaltpreis sei derzeit sehr niedrig. Außerdem würden die Schäden immer schlimmer und ihre Reparatur immer teurer, wenn Kuchen die Sanierung weiter hinausschiebt.

Gemeinderat Uwe Lövesz (FWV) fragte, wann die Silcher- und die Mörikestraße saniert werden. Kämmerer Helmut Schmid sagte, auch sie stünden mit höchster Priorität auf dem Plan. Die Baufirmen könnten sie aber erst im nächsten Jahr in Angriff nehmen, erklärte Bürgermeister Rößner. Der Ratsbeschluss fiel einstimmig.