Hohenstadt Stalldach bricht unter Schneelast ein: Drei Wasserbüffel sterben

Hohenstadt / Brigitte Scheiffele/krib 14.01.2019
Auf einem Pferdehof bei Hohenstadt ist am Sonntagnachmittag ein Stalldach unter der Schneelast eingestürzt. 30 Wasserbüffel und 20 Pferde befanden sich darin. Drei Büffel mussten erschossen werden.

Nachdem sich am Sonntagnachmittag der Schnee in Regen verwandelt hatte, hielt gegen 17 Uhr das Dach einer Scheune beim Hohenstadter Pferdehof Weilerhöhe der  nassen Schneelast nicht mehr stand und brach im hinteren Teil zusammen. In dem Stall waren Pferde und Wasserbüffel untergebracht. Nach Eintreffen der Polizei aus Mühlhausen und Geislingen, dem Technischen Hilfswerk und auch den Feuerwehren aus Laichingen, Geislingen, Hohenstadt und Böhmenkirch versuchte eine große Helfertruppe so gut wie möglich Hilfe zu leisten, musste jedoch auch auf die eigene Sicherheit achten.

Tiere im Stall gefangen

Die 20 Pferde konnten sich durch Kratzen und Bewegungsgeräusche bemerkbar machten. Sie befanden sich noch unter dem eingebrochenen Teil des Scheunendachs. Auch 30 Wasserbüffel befanden sich im Stall. Die Hilfskräfte sahen zunächst keine Möglichkeit, die Tiere über den vorderen Teil der Scheune zu befreien. Die Einsturzgefahr des restlichen Teils der Scheune war einfach zu groß. Dennoch konnten die Pferde und 20 Büffel gerettet und in einem anderen Stall untergebracht werden.

Drei Wasserbüffel sterben

Am Sonntagabend waren noch zehn Wasserbüffel im Stall gefangen. Sieben konnten im Laufe des Abends befreit werden, teilte die Polizei am Montag mit. Drei Wasserbüffel waren allerdings schwer verletzt und so eingeklemmt, dass eine Rettung unmöglich war. Die drei Büffel mussten deshalb vom Tierarzt erschossen werden, so die Polizei.

Personen befanden sich während des Einsturzes nicht in diesem Gebäude. Der Schaden ist derzeit noch nicht bekannt.

Wetter erschwerte Arbeiten

Fahrzeuge von Hilfskräften, Schneeräumfahrzeuge, kleine Bagger, Pferdebesitzer und den Menschen der Weilerhöhe nahe stehende Personen säumten den langen Zufahrtsweg. Leer stehende Fahrzeuge erschwerten den Rettungsdiensten die Zufahrt.

Der Zugang zur Scheune erfolgte in der schnell eintretenden Dunkelheit und bei strömendem Regen durch den Tiefschnee. Licht und Generatoren mussten aufgestellt werden. Um das Ausmaß des Schadens feststellen zu können, wurde eine Drehleiter angefordert. Erst von oben, so hieß es von den Hilfskräften, könne der entstandene Schaden und die  Bergungsmöglichkeit beurteilt werden. Es gehe dabei aber auch um die Sicherheit aller Helfer vor Ort. Die Rettungsarbeiten dauerten bis spät in die Nacht hinein an. Gegen 23.30 Uhr seien sie abgeschlossen gewesen, berichtet die Polizei.

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