Ausflug Städtle wirbt um Wanderer

Wiesensteig / Ralf Heisele 03.05.2018

Wiesensteig ist in herrlicher Landschaft eingebettet: Mit der Natur hat das Städtchen am Filsursprung  am Dienstag wieder gepunktet. Nach mehreren verregneten Anläufen konnte der Erlebniswandertag wieder in gewohnter Form stattfinden. „Es war richtiges Wanderwetter“, freute sich noch gestern der Vorsitzende der Ortsgruppe im Schwäbischen Albverein, Helmut Poloczek. Es war nicht zu heiß und nur anfangs fielen ein paar Regentropfen. Ideale Bedingungen also, um sich die Wanderschuhe zu schnüren.

Insgesamt kamen schätzungsweise 1000 Teilnehmer zur 13. Auflage des Wandertages. Vor allem Familien waren unterwegs – und das nicht ohne Grund: Die Organisatoren hatten elf Stationen entlang der rund neun Kilometer langen Strecke (die in weiten Teilen identisch mit dem zertifizierten Löwenpfad war) aufgebaut. Dort gab es nicht nur Informationen und etwas zu besichtigen, sondern auch Mitmachaktionen. Beim Förster durften die Kinder Halsketten aus Holzperlen basteln, auch kleine Flöße gab es zu bauen. Beim Imker durfte man verschiedene Honigsorten probieren und am Stand des BUND galt es, Pflanzen zu erraten. Streicheleinheiten für Schäfchen gab es bei der Weidegemeinschaft Goißatäle und auf den Spuren der Waldtiere begab man sich beim Jäger. Das DRK zeigte den Interessenten, wie man in Wald und Flur erste Hilfe leistet.

Mystisch ging es auf der Burgruine Reußenstein zu: Dort erzählte Karl-Josef Kistenfeger im Dämonenkostüm die Sage vom „Riesen Heim“. Anstehen musste man bei der Bergwacht. Gut angeschirrt durfte man dort an der Seilbahn ins Tal hinab rutschen. Wer danach eine Stärkung benötigte, der war beim Hock des DRK am Filsursprung gut aufgehoben.

Begonnen hatte der Wandertag mit einem ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrer Ralf Baumgartner und Pfarrerin Angelika Schoblocher. Für beide war es der erste gemeinsame Gottesdienst im Grünen.

Das Fazit des ereignisreichen Tages: „Es war sehr, sehr positiv“, sagte Helmut Poloczek.  „Unsere Absicht, die Leute zum Wandern zu bewegen, hat sich voll und ganz erfüllt.“